Aktualisiert 12.01.2013 19:47

Springen in ZakopaneKeine Spur von Konstanz bei Ammann

Simon Ammann beendet das Weltcupspringen in Zakopane auf dem enttäuschenden 26. Rang. Andres Jacobsen und Anders Bardal feiern einen norwegischen Doppelsieg.

Simon Ammann beendet das Weltcupspringen in Zakopane im enttäuschenden 26. Rang. Dem vierfachen Olympiasieger fehlt weiterhin die Konstanz auf hohem Niveau. Auf seinen fünften Rang vom Mittwoch in Wisla folgte zum Ende der Polen-Tour in Zakopane, wo der Schweizer vor zwei Jahren gewonnen und 2010 den noch gültigen Schanzenrekord (140,5 m) aufgestellt hatte, wieder eine Klassierung im Mittelfeld. Und dies trotz verheissungsvollen Trainingsresultaten am Freitag.

Der Toggenburger ist nicht der einzige Spitzenspringer, dessen Leistungen grossen Schwankungen unterliegen: Andreas Kofler (Ö), der Sieger von Engelberg, und Andreas Wellinger (De) verpassten sogar den Finaldurchgang. Auch Thomas Morgenstern (Ö/27.) oder Severin Freund (De/22.) enttäuschten.

Ammann reist nicht nach Japan

Der 23. Zwischenrang des Schweizers nach dem ersten Durchgang (122 m) war keine Zufallsklassierung. Der Wind spielte zu Beginn des Wettkampfs keine Rolle. Im zweiten Umgang präsentierten sich die Verhältnisse weniger ausgeglichen. Ammann erwischte eine Phase mit Rückenwind und setzte bereits nach 116,5 m auf.

Japan-Liebhaber Ammann wird die Reise ins Land der aufgehenden Sonne, wo am kommenden Wochenende der Weltcup-Tross gastiert, nicht antreten. Der Toggenburger zieht sich ins Training zurück und wird Ende Januar zum Skifliegen in Vikersund (No) wieder auftauchen.

«Fliegende Klempner» siegt

Die Norweger feierten vor 40'000 Zuschauern einen Doppelsieg. Anders Jacobsen, der an der Vierschanzentournee gross aufgetrumpft hatte, setzte sich bei seinem neunten Weltcupsieg mit 128,5 und 131,5 m durch. Obwohl er bei der Landung mit gekreuzten Skis einen heiklen Moment zu überstehen hatte, gewann der «fliegende Klempner» mit 1,7 Punkten vor Bardal. Der Halbzeitleader Kamil Stoch fiel vor dem Heimpublikum noch auf Rang 3 zurück.

Der Tourneesieger Gregor Schlierenzauer muss sich noch etwas gedulden, bis er die Marke von Matti Nykänen (Fi) mit 46 Weltcupsiegen einstellt. Der Österreicher war nach einer überstandenen Grippe noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Gleichwohl war er als achter der beste Österreicher. Die Austria-Adler lassen derzeit die mannschaftliche Geschlossenheit der letzten Jahre vermissen.

Zakopane (Pol). Skispringen. Weltcup:

1. Andres Jacobsen (No) 273,3 (128,5 m/131,5 m).

2. Anders Bardal (No) 271,6 (132,5/132).

3. Kamil Stoch (Pol) 268,7 (133/127).

4. Richard Freitag (De) 262,0 (130/127,5).

5. Maciej Kot (Pol) 261,2 (129,0/128,5).

6. Jan Matura (Tsch) 258,8 (128,0/129,5).

7. Taku Takeuchi (Jap) 258,2 (130,0/127,0).

8. Gregor Schlierenzauer (Ö) 257,8 (127,5/129,0).

9. Jurij Tepes (Sln) 254,7 (124,0/129,0) und Jaka Hvala (Sln) 254,7 (133,0/119,0).

Ferner:

22. Severin Freund (De) 239,2 (123/123).

26. Simon Ammann (Sz) 233,1 (122/116,5).

27. Thomas Morgenstern (Ö) 231,4 (125/114,5).

Nicht im Finaldurchgang:

31. Andreas Wellinger (De) 118,8 (122,5).

35. Andreas Kofler (Ö) 116,3 (120,5). (si)

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