Glück für SCB: Keine Strafe für bissigen Gamache
Aktualisiert

Glück für SCBKeine Strafe für bissigen Gamache

Berns kanadischer Schillerfalter Simon Gamache wird beschuldigt, er habe Servettes Rumpelstürmer Thomas Déruns in den Finger gebissen. Bestraft wird er nicht.

von
Klaus Zaugg
Wurde Thomas Deruns gebissen? Einzelrichter Steinmann kann es nicht aufklären.

Wurde Thomas Deruns gebissen? Einzelrichter Steinmann kann es nicht aufklären.

Liesse sich der Biss beweisen, wäre dies ein schweres Vergehen, das mehrere Spielsperren nach sich ziehen würde. Aber genau das ist nicht möglich. Einzelrichter Reto Steinmann bestätigt gegenüber 20 Minuten Online, dass er gegen den bissigen SCB-Stürmer für diese Aktion kein Verfahren eröffnet. Begründung: Beweisnotstand. Auf den TV-Bildern sei unmöglich zu erkennen, was genau passiert ist.

Eine Verfahren bzw. eine Verurteilung in einem solchen Fall wäre ohnehin nur bei einem Arztzeugnis möglich, das die Bisswunden bestätigt und dann wäre zusätzlich das Erstellen eines Gebissabdruckes von Gamache notwendig, um einwandfrei beweisen zu können, dass der Biss auch tatsächlich von ihm stammt.

Die Lehre aus dieser Aktion im Niemandsland zwischen Folklore und Peinlichkeit: Gamache hat in den Playoffs Biss.

Strafen für Lausanne?

Strafen könnte es hingegen für Lausannes Stürmer Alexandre Tremblay und Stefan Schnyder geben. Der Einzelrichter prüft die TV- und Videobilder von zwei Aktionen aus dem zweiten Spiel der Liga-Qualifikation zwischen Lausanne und Biel (3:8). Schnyder hat Biels Martin Steinegger in die Bande gerumpelt und ist von den Schiedsrichtern dafür nicht bestraft worden. Der Bieler Verteidigungsminister wurde mit Nackenverletzungen und einer Gehirnerschütterung zur Kontrolle nach Biel ins Spital überführt. Er konnte am Mittwoch noch nicht trainieren. «Er ist zum Glück noch aus dem guten alten Eisen», sagt Trainer Kevin Schläpfer gegenüber 20 Minuten Online. «Deshalb schliesse ich einen Einsatz im dritten Spiel am Donnerstag noch nicht hundertprozentig aus.»

Biels Trainer Schläpfer fordert Strafen

Tremblay erwischte Biels Stürmer Mathieu Tschantré mit einem Check am Kopf und wurde dafür mit zwei plus Zehnminuten bestraft.

Biels Trainer Kevin Schläpfer hat zu beiden Szenen eine klare Meinung: «Ein klarerer Check von hinten ist fast nicht mehr möglich. Wenn diese Aktion von Schnyder nicht als Check von hinten bestraft wird, dann müssen wir die Regel Check von hinten abschaffen. Das Foul von Tremblay ist mit zwei plus zehn Minuten nicht ausreichend bestraft.» Er fordert in beiden Fällen Sperren.

Einzelrichter Reto Steinmann wird spätestens am Donnerstagvormittag entscheiden.

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