Keine Todesstrafe mehr auf Philippinen
Aktualisiert

Keine Todesstrafe mehr auf Philippinen

Unmittelbar vor ihrem Besuch im Vatikan hat die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo am Samstag ein Gesetz zur Abschaffung der Todesstrafe unterzeichnet.

Arroyo setzte ihre Unterschrift im Präsidentenpalat in Manila unter das Gesetz, das Anfang Juni die zweite Kammer des Parlaments passiert hatte. Das Gesetz sieht vor, die Todesurteile aller 1200 Verurteilten auf den Philippinen in lebenslange Haftstrafen umzuwandeln.

Als tiefgläubige Katholikin ist die Staatschefin eine erklärte Gegnerin von Hinrichtungen. Am Sonntag soll Arroyo von Papst Benedikt XVI. in Rom zu einer Audienz empfangen werden.

Auf den mehrheitlich katholischen Philippinen war die Todesstrafe bereits 1987 abgeschafft, dann aber 1994 wieder eingeführt worden. Allerdings wurden erst von 1999 an Häftlinge mit der Giftspritze hingerichtet.

Bis der damalige Präsident Joseph Estrada 2000 ein Moratorium erliess, wurden insgesamt sieben Menschen exekutiert. Auch nach der Amtsübernahme Arroyos ein Jahr später hatte es in dem südostasiatischen Land keine Hinrichtungen mehr gegeben. (sda)

Deine Meinung