Luzern: Keine WM-Spiele für Kantonsmitarbeiter

Aktualisiert

LuzernKeine WM-Spiele für Kantonsmitarbeiter

Die Innerschweizer Behörden sind WM-Muffel: Während der Arbeitszeit sind Fussballspiele tabu – in Luzern wird sogar die Downloadrate im Internet überprüft.

von
Matthias Giordano
WM-Partien im Büro – die Innerschweizer Behördenmitarbeiter müssen darauf verzichten. (Nicolas Y. Aebi)

WM-Partien im Büro – die Innerschweizer Behördenmitarbeiter müssen darauf verzichten. (Nicolas Y. Aebi)

Viele WM-Vorrundenspiele finden um 13.30 oder 16 Uhr, also mitten im ­Arbeitstag statt. Trotzdem gibts für Innerschweizer Behördenmitarbeiter keine TVs im Pausenraum oder Grossleinwände.

«Es ist auch verboten, während der Arbeitszeit Spiele am Computer zu schauen», sagt Urs Käch vom Info­dienst des Kantons Luzern. Falls eine auffallend hohe Downloadrate bemerkt würde – etwa aufgrund von Online-TV-Anbietern wie Zattoo.com – werde kurzerhand der Zugang zu diesen Seiten gesperrt. «Falls jemand aber am Radio mitfiebert, ist das kein Problem», so Käch weiter. Bei den Zuger Kantonsbehörden ist selbst das umstritten. «Radiohören ist nur erlaubt, wenn es für die Arbeit zwingend nötig ist», sagt Kommunikationsleiter Marc Höchli. Die WM sei ein privates Vergnügen und dürfe die Arbeit nicht beeinflussen.

In der Stadtluzerner Verwaltung wurden während der WM 2006 Spiele der Schweizer Nati auf Grossleinwand übertragen. Darauf wird dieses Jahr jedoch verzichtet. «Die Arbeit geht vor, alle Dienstleistungen müssen ohne Einschränkung angeboten werden», sagt Kommunikationschef Niklaus Zeier. Allerdings könnten die Mitarbeiter frei nehmen, sofern dies aufgrund der Gesamtarbeitszeit und der Teamplanung möglich sei.

Deine Meinung