Keine Zwischenfälle bei Oranier-Parade in Belfast
Aktualisiert

Keine Zwischenfälle bei Oranier-Parade in Belfast

Mehr als 700 Mitglieder des protestantischen Oranierordens sind am Samstag an einem katholischen Stadtviertel vorbei durch Belgrad gezogen.

Rund 500 bewaffnete Polizisten waren im Einsatz, zu Zusammenstössen wie im vergangenen Jahr kam es aber nicht. Etwa 100 katholische Demonstranten säumten die Parade-Route. Einige hielten Plakate mit der Aufschrift «Das Sektierertum muss beendet werden».

Die der katholischen Untergrundorganisation IRA nahe stehende Partei Sinn Fein rief alle Beteiligten zur Zurückhaltung auf. Die Parade-Kommission hatte in dieser Woche entschieden, dass nur rund 50 Oranier die traditionelle Route durch die Springfield Road nehmen dürfen. Alle anderen durften sich dem katholischen Viertel nicht so weit nähern und konnten ihren Versammlungsort nur über eine Nebenstrasse erreichen. Im vergangenen Jahr sollten alle Oranier die Ausweichroute nehmen. Der Orden sagte die Parade daraufhin ab. Protestanten randalierten danach vier Tage lang in den Strassen. 81 Polizisten wurden verletzt, 116 Fahrzeuge gingen in Flammen auf.

Die Umzüge erreichen ihren Höhepunkt am 12. Juli, dem Jahrestag des legendären Battle of the Boyne. In der Schlacht am Fluss Boyne nordwestlich von Dublin bezwang der Protestant Wilhelm von Oranien 1690 den englischen König Jakob II., einen Katholiken, und wurde sein Nachfolger. (dapd)

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