Aktualisiert

Keiner kennt Karl

Ein vor über einem Jahr im Mannheimer Hauptbahnhof aufgegriffener Mann mit Gedächtnisverlust gibt den Behörden weiter Rätsel auf.

Wie die Polizei in Wiesloch bei Heidelberg am Mittwoch mitteilte, waren bislang alle Recherchen in den Fahndungssystemen ergebnislos verlaufen. Der Englisch sprechende Mann, der sich selbst Karl nennt, sei offenbar nirgendwo als vermisst gemeldet.

Die Polizei gehe inzwischen davon aus, dass der angebliche Karl aus Südengland stammt oder zumindest sehr lange dort gewohnt hat. Dafür spreche vor allem, dass er für Südengländer typische Sprachwendungen benutze. Auf den Umstand, dass der rund 60 Jahre alte Mann sowohl in Briefen als auch mündlich des Öfteren deutsche Wörter verwende, könnten sich die Ermittler ebenso wenig einen Reim machen wie darauf, dass er sich auffallend intensiv mit Militärflugzeugen beschäftige. Er gab an, Pilot von Militärmaschinen gewesen zu sein.

Der Mann sei in einem Pflegeheim untergebracht. Er äussere aber immer wieder den Wunsch, endlich erfahren zu dürfen, wer er sei und woher er komme. (dapd)

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