Regen: Keller im Kanton Bern unter Wasser
Aktualisiert

RegenKeller im Kanton Bern unter Wasser

Die heftigen Regenfälle haben im Kanton Bern mancherorts Bäche über die Ufer treten lassen. Viele Keller wurden überflutet, besonders in Lyss und Umgebung.

Am Lyssbach gaben die Behörden am Mittwochabend Hochwasseralarm aus. Am frühen Donnerstagmorgen entspannte sich die Lage. Die Feuerwehr baute am Donnerstag die Hochwasserschutz-Schläuche wieder ab, wie die Gemeinde mitteilte. Gegen 87 Feuerwehrleute und Zivilschützer standen im Einsatz. Gemeindepräsident Andreas Hegg zeigte sich erleichtert über den raschen und reibungslosen Einsatz.

Der Lyssbach hat in den vergangenen Jahren verschiedentlich grosse Schäden in der Gemeinde angerichtet. Derzeit wird ein Entlastungsstollen gebaut, der bei künftigen Hochwassern Schäden verhindern helfen soll.

Die Niederschläge liessen in der Nacht auf Donnerstag diverse Bäche im Kanton Bern über die Ufer treten. Bei der Polizei gingen gut 40 Meldungen wegen Wassereinbrüchen in Häusern ein, wie sie am Donnerstag mitteilte. Verletzt wurde niemand.

Betroffen waren vor allem die Region Emmental-Oberaargau, das Gürbetal sowie die Gegenden um Lyss und Münchenbuchsee.

Unfall wegen vereister Strasse

In einem Waldstück bei Frienisberg (Gemeinde Seedorf) hat sich am frühen Donnerstagmorgen ein Auto überschlagen. Der Fahrer zog sich dabei Verletzungen zu und musste mit der Ambulanz ins Spital gebracht werden.

Zuvor war er gegen 5.40 Uhr auf der Hauptstrasse Richtung Meikirch unterwegs, wie die Kantonspolizei Bern mitteilte. In einem Waldstück kam das Auto in einer leichten Linkskurve von der vereisten Strasse ab. Der Wagen prallte gegen einen Baum und überschlug sich aufs Dach.

Orkanböen und Temperatursturz

Nach einer stürmischen Nacht auf Donnerstag mit vereinzelten Orkanböen sanken die Temperaturen in der Schweiz innert zwei Stunden um 10 bis 15 Grad. Im zentralen und östlichen Flachland fielen am Morgen bis zu 5 Zentimeter Schnee. Auch im Westen und Nordwesten schneite es vereinzelt. Wegen des noch relativ warmen Bodens blieb der Schnee aber nicht liegen, wie meteonews mitteilte. In Basel war es am Vortag 15 Grad warm, in Maienfeld sogar 19 Grad.

Am Donnerstagmorgen bewegten sich die Temperaturen nach Angaben von MeteoSchweiz zwischen minus 6 Grad in Samedan GR und 6 Grad in St. Gallen. In Basel wurden 5 Grad gemessen, in Bern 3 Grad.

Die Winde in der Nacht erreichten Spitzengeschwindigkeiten von knapp 120 km/h auf dem Uetliberg und auf dem Säntis. Im Freiburgischen wurden 105, in Zürich 91 und in Luzern 78 km/h gemessen. (sda)

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