Aktualisiert 07.10.2014 12:38

Knall auf SchalkeKeller ist weg, Di Matteo übernimmt

Tranquillo Barnetta erhält bei Schalke 04 einen neuen Chef. Trainer Jens Keller wird durch den Italo-Schweizer Roberto Di Matteo ersetzt.

Pokal-Aus in Runde eins, in der Champions League ohne Sieg und in der Tabelle der Bundesliga gerade mal auf Rang elf. Viel zu wenig für den von Gazprom alimentierten Traditionsverein Schalke 04. Gemäss der deutschen «Sportbild» haben die Verantwortlichen in Gelsenkirchen Trainer Jens Keller auf die Strasse gesetzt und auch gleich einen Nachfolger gefunden.

Der neue Chef der Knappen soll der Italo-Schweizer Roberto Di Matteo werden. Di Matteo hatte 2012 vorübergehend den FC Chelsea geführt und mit den Engländern die Champions League gewonnen. Ein halbes Jahr später musste er trotz eines Vertrags bis Sommer 2014 gehen. Seither war er ohne Verein, sein Name wurde aber bei zahlreichen Vakanzen in ganz Europa immer wieder ins Spiel gebracht. Gerüchte, der ehemalige Spieler von Schaffhausen, Zürich und Aarau (Meister 1993) werde auf Schalke den (zu) wenig anerkannten Jens Keller beerben, gab es einige Male. Unter anderem schien Kellers Entlassung bereits vor etwas weniger als einem Jahr beschlossene Sache im Schalker Umfeld zu sein, letztlich «rettete» ihn wohl aber ein 2:0-Erfolg in der Königsklasse gegen Basel vor dem frühzeitigen Aus. In der Folge absolvierte Schalke 04 die beste Bundesliga-Rückrunde der Klubgeschichte und beendete die letzte Saison im 3. Rang, was gleichbedeutend war mit der zweiten Champions-League-Teilnahme in Folge.

Vertrag bis 2017

Nun erwartet den 44-Jährigen bei den Königsblauen ein gutes Stück Arbeit. Der Traditionsverein strebt sowohl in der heimischen Bundesliga als auch international nach höheren Weihen, hinkt aber aktuell den eigenen Ansprüchen weit hinterher. Von Di Matteo werden mit Sicherheit sofort Resultate erwartet. Viel Zeit, sich zu etablieren, wird ihm kaum gewährt. Nichtsdestotrotz soll der ehemalige italienische Nationalspieler gemäss «Sportbild» einen Vertrag bis 2017 erhalten.

Mit der Verpflichtung Di Matteos soll im nervösen Schalker Umfeld endlich die nötige Ruhe einkehren. Anders als sein Vorgänger Keller ist der Italo-Schweizer im Trainer-Business ein grosser Name, obschon er nach einer eindrucksvollen Karriere als Spieler bislang lediglich knapp neun Monate auf europäischem Topniveau gecoacht hat.

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