Kellertheater: Eröffnung wird zu einem Baufest
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Kellertheater: Eröffnung wird zu einem Baufest

Daniel Kölliker möchte das älteste Kleintheater Berns verjüngen. Eine Einsprache verzögert aber diese Pläne.

Das älteste Kleintheater Berns an der Kramgasse 6 könnte heuer seinen 50. Geburtstag feiern. Dem neuen künstlerischen Leiter Daniel Kölliker (41) ists aber nicht zum Festen zu Mute: Die Einsprache eines besorgten Nachbarn verzögert die Renovation des Kellers. Das für Ende Monat geplante Eröffnungsfest wird zum Baufest. Die für November vorgesehene Theaterproduktion mit Birgit Steinegger fällt aus.

«Wir sind auf unbestimmte Zeit blockiert», ärgert sich Kölliker. Er will in den zwei Kellergewölben eine Bar, eine Galerie und eine Bühne einrichten. Unter dem Namen Ono soll ein «Begegnungsort für zeitgenössische Kultur» entstehen. Neben Theater stehen Tanz, Performance und Musik auf dem Programm. Kölliker arbeitet mit anderen Kulturinstitutionen zusammen, etwa mit dem Schlachthaus und dem Kunstmuseum. Der Betrieb muss selbsttragend sein.

Eine halbe Million Franken kosten der Umbau und die neue Infrastruktur mit Toilette und Lüftung. Dann soll in den Gewölben wieder Kunst entstehen, in denen einst Harald Szeemann, Ex-Direktor der Kunsthalle Bern, inszenierte, Meret Oppenheim ein Bühnendekor entwarf und ein Stück von Pablo Picasso uraufgeführt wurde.

Daniel Barben

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