Kenianerin erhält den Friedens-Nobelpreis
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Kenianerin erhält den Friedens-Nobelpreis

Die kenianische Umweltschützerin Wangari Maathai erhält den Friedensnobelpreis 2004. Die 64-Jährige wird für ihren Einsatz zur Erhaltung der Umwelt und zur Durchsetzung der Menschenrechte ausgezeichnet.

Sie ist die erste afrikanische Frau, die den Friedensnobelpreis bekommt. Der Preis ist mit umgerechnet 1,1 Millionen Franken dotiert.

Das Osloer Nobelkomitee begründete die Vergabe am Freitag mit dem Einsatz der 64-Jährigen für eine «nachhaltige Entwicklung der Natur, Meinungsfreiheit und Demokratie» in ihrem Heimatland und in Afrika. «Maathai denkt global und handelt lokal», sagte der Komiteevorsitzende Ole Danholt Mjs.

Die Biologin war zunächst durch ihr Engagement gegen die Entwaldung Kenias bekannt geworden. Sie setzte sich aber auch gegen die Verfolgung Oppositioneller, die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und Korruption ein.

Maathai sagte in einem Interview mit dem TV-Sender NRK: «Ich bin völlig überwältigt emotional sehr bewegt. Dies ist die grösste Überraschung in meinem ganzen Leben.»

Sie habe durch den norwegischen Botschafter in Kenia von der Auszeichnung erfahren. «Ich bin sehr glücklich, und ich danke Gott für alles.» Maathai war zum Zeitpunkt der Bekanntgabe auf dem Weg zu einer Versammlung in ihrem Wahlbezirk am Mount Kenya. Sie ist seit dem vergangenen Jahr Vize-Umweltministerin ihres Landes.

Im vergangenen Jahr hatte die iranische Menschenrechtlerin Shirin Ebadi die Auszeichnung erhalten. Damit gehören zwölf Frauen seit der ersten Vergabe 1901 zu den Trägern des Friedensnobelpreises.

(sda)

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