Agüero, Robben, Rooney & Co. – Kennen Sie noch alle? Diese elf Weltstars sind 2021 zurückgetreten
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Agüero, Robben, Rooney & Co.Kennen Sie noch alle? Diese elf Weltstars sind 2021 zurückgetreten

«Die fetten Jahre sind vorbei.» Dies dürften sich die Weltklasse-Kicker denken, die in diesem Jahr ihre Schuhe an den Nagel gehängt haben. 20 Minuten geht die elf grössten Ikonen noch einmal durch.

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Die Explosion: Sergio Agüero schiesst Manchester City in den letzten Sekunden der Saison 2011/12 zum Meistertitel.

Die Explosion: Sergio Agüero schiesst Manchester City in den letzten Sekunden der Saison 2011/12 zum Meistertitel.

Dave Thompson/PA Wire/dpa
Nuri Sahin beendete seine Karriere bei Antalyaspor in der Türkei, wo er bereits als Trainer amtiert.

Nuri Sahin beendete seine Karriere bei Antalyaspor in der Türkei, wo er bereits als Trainer amtiert.

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Beim zweiten Mal war richtig Schluss: Arjen Robben wird bei Groningen verabschiedet.

Beim zweiten Mal war richtig Schluss: Arjen Robben wird bei Groningen verabschiedet.

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Darum gehts

  • Unzählige Spieler haben 2021 ihre Karriere beendet.

  • 20 Minuten stellt elf von ihnen noch einmal ins Rampenlicht.

  • Dabei sind Weltmeister, Champions-League-Sieger und jede Menge Tore.

Sergio Agüero

Die grossartige Karriere des Sergio Agüero endet unfreiwillig. Der langjährige City-Star und zuletzt Barcelona-Spieler musste Mitte Dezember im Alter von 33 Jahren wegen Herzproblemen seinen Rücktritt bekanntgeben. Nach zehn erfolgreichen Jahren bei Manchester City war der 101-fache argentinische Nationalspieler (42 Tore) erst im Sommer nach Barcelona gewechselt. Bei ManCity war er ein Idol: In 275 Pflichtspielen traf er 184 Mal. Damit ist er mit Abstand der erfolgreichste Profi der Clubgeschichte, der beste ausländische Torjäger der Premier League aller Zeiten und derjenige Stürmer, der mit Abstand das beste Minuten-pro-Tor-Verhältnis der Liga-Geschichte aufweist.

Nuri Sahin

Auch für den türkischen Mittelfeld-Strategen Nuri Sahin war im Herbst Schluss. Der in Deutschland aufgewachsene 33-Jährige spielte bei grossen Adressen wie Dortmund, Real Madrid und Liverpool und kommt am Ende seiner Karriere auf über 400 Pflichtspieleinsätze in den Topligen Europas. Die Höhepunkte: Der Gewinn der deutschen Meisterschaft 2011 mit dem BVB und der Gewinn der spanischen Meisterschaft 2012 mit Real. Zudem lief er 52 Mal für die türkische Nationalmannschaft auf (zwei Tore). Seine letzte Station: Antalyaspor in der Türkei, wo er sich nach einem kurzen Intermezzo als Spielertrainer nun voll auf seine neue Rolle an der Seitenlinie konzentriert.

Arjen Robben

Antritt über rechts, Haken nach innen, Schlenzer mit links: Kaum jemand hat einen fussballerischen Bewegungsablauf so geprägt wie Arjen Robben. Eigentlich war es nichts besonderes, was der Niederländer in über 600 Elite-Spielen stets probierte. Doch weil das Timing oft perfekt und er so schnell war, schoss er in seiner bemerkenswerten Karriere doch über 200 Tore. Eindhoven, Chelsea, Real Madrid und Bayern München waren seine Vereine – und natürlich seine Jugendliebe Groningen, für die er ein Jahr nach dem Karriereende bei Bayern im Jahr 2019 doch noch einmal eine Saison angehängt hatte. Die Highlights: Zwei Mal englischer Meister, acht Mal deutscher Meister, einmal spanischer Meister und die Champions League 2013 mit Bayern. Für die Niederlande lief er 96 Mal auf (37 Tore) und wurde 2010 Vize-Weltmeister.

Mario Mandzukic

Immer, wenn der kroatische Vizeweltmeister von 2018 in Strafraumnähe war, wurde es brandgefährlich. Dies wussten auch die Trainer diverser europäischer Top-Clubs zu schätzen, für die er im letzten Jahrzehnt auf Torjagd ging. Unter anderem waren das: Bayern, Atlético und Juventus. 197 Tore erzielte der Kroate in 508 Pflichtspielen, hinzu kommen 33 Tore in 89 Spielen für die kroatische Nationalmannschaft. Auch sein Palmarès kann sich sehen lassen: Unter anderem gewann der 35-Jährige 2013 die Champions League mit Bayern (er traf im Final gegen Dortmund) und wurde mit den Münchnern zwei Mal deutscher Meister (2013 und 2014). Im Sommer 2020 wechselte er nach Qatar, ehe er dann nach einem kurzen Gastspiel beim AC Milan vergangenen Sommer endgültig Schluss machte.

Vedad Ibisevic

Vom FC Baden in die weite Fussballwelt: Vedad Ibisevic holte für seine Karriere gross Anlauf, ehe er in Deutschland zum Topstürmer avancierte. Via Jugend des FC Baden, die USA, Dijon, PSG und Alemannia Aachen landete er schliesslich bei Hoffenheim, wo er sich zu einem der gefürchtetsten Stürmer der Bundesliga mauserte. 344 Spiele und 127 Tore für Hoffenheim, Stuttgart, Hertha und Schalke stehen am Ende zu Buche, genauso wie 83 Nati-Spiele für Bosnien (28 Tore).

Maxi Rodriguez

Auch der Argentinier Maxi Rodriguez hört auf den Jahreswechsel auf. Der 57-fache Nationalspieler (16 Tore) war zwar seit 2012 nicht mehr in Europa aktiv, wo der technisch versierte Linksaussen für Espanyol Barcelona, Atlético Madrid und Liverpool aufgelaufen war. Bei einem Jugendverein Newell’s Old Boys aus der Messi-Stadt Rosario und beim uruguayischen Verein Peñarol verlängerte er seine Karriere bis 40. In über 612 Pflichtspielen schoss Rodriguez 173 Tore und legte 51 weitere auf. Sein Abschied Anfang Dezember bei den Old Boys war Gänsehaut pur.

Samir Nasri

Genie und Wahnsinn, Edeltechnik und haarsträubende Disziplinlosigkeit. Die Extreme lagen bei Samir Nasri stets nahe bei einander. Im September 2021 war aber Schluss: Er habe keine Lust mehr auf Fussball, verkündete der 34-Jährige in der französischen Wochenzeitung «Le Journal du Dimanche». Besonders getroffen habe ihn eine 18-monatige Dopingsperre, die ihm 2018 aufgebrummt worden war. Dennoch kann der exzentrische Franzose auf eine Weltkarriere zurückblicken: Er war unter anderem für Arsenal, Manchester City und Sevilla aktiv und absolvierte mehr als 500 Profispiele. Seine beste Zeit hatte der offensive Mittelfeldspieler bei Manchester City, wo er zwei Mal englischer Meister wurde.

Sami Khedira

Auch ein amtierender Weltmeister hat dieses Jahr die Fussballbühne verlassen. Die Rede ist vom deutschen Mittelfeld-Ass Sami Khedira. Der 34-Jährige wurde 2014 mit Deutschland Meister – und hörte Ende der Saison 2020/21 nach einem halbjährigen Engagement bei Hertha Berlin auf. 77 Länderspiele (7 Tore), 482 Club-Spiele (50 Tore, 49 Assists), fünf italienische Meisterschaften, die spanische Liga, die Bundesliga und auch die Champions League stehen in der Statistik des Deutschen. Seine Stationen: Stuttgart, Real Madrid, Juventus Turin und Hertha.

Wayne Rooney

Er ist der Rekordtorschütze von Manchester United und der englischen Nationalmannschaft. Und dennoch fehlt was: Ein Titel mit England. Auf Club-Ebene hat er gewonnen, was man in England gewinnen kann, auch wenn er sich abseits des Platzes immer wieder Skandale geleistet hatte: fünf Mal die englische Meisterschaft, den FA-Cup, 2008 die Champions League und die Klub-WM. Der heute 36-Jährige startete früh: Sein Pracht-Tor als 16-Jähriger für Everton gegen das damals so grosse Arsenal liess die englische Boulevard-Presse vom neuen Pelé schwärmen. Gut 20 Jahre später ist er Trainer beim Zweitligisten Derby County. Dazwischen: 313 Profitore – und 53 im Nationalteam.

Klaas-Jan Huntelaar

Noch vergangenen Winter sorgte Huntelaar mit einer überraschenden Rückkehr zu Schalke für Furore. Den Abstieg der Gelsenkirchener konnte er zwar nicht mehr verhindern, dennoch geniesst er bei Schalke sowie beim niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam Legendenstatus. Auch für Real Madrid, Milan und Heerenveen stand er unter anderem im Einsatz. Die Bilanz: 366 Tore, Topscorer in der Bundesliga (2012), zwei Mal Torschützenkönig in Holland (2006 & 2008). Der Weltmeistertitel sollte «Hunter» 2010 verwehrt bleiben, als er mit Holland im Final gegen Spanien scheiterte. Dennoch: Für die «Oranje» traf er in 76 Spielen 42 Mal.

Antonio Valencia

Er war der offensive Aussenverteidiger schlechthin und einer der Lieblingsspieler von Manchester Uniteds Trainer-Legende Alex Ferguson (79). Der pfeilschnelle Ekuadorianer gewann mit den «Red Devils» zwei Mal die Premier League, einmal den FA Cup, zwei Mal den Ligapokal und 2017 die Europa League. Nach 480 Profispielen, 98 Auftritten für die ekuadorianische Nationalmannschaft und einem kurzen Engagement beim mexikanischen Erstligisten Querétaro war im Frühling 2021 Schluss.

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(sih)

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