Aktualisiert 14.01.2007 21:38

Kernkraftwerk-Standort: Entwarnung für Rüthi?

Die Regierung hat sich bei der Axpo über deren KKW-Pläne in Rüthi erkundigt. Es würden andere Standorte bevorzugt, hiess es dort. Im Rheintal ist man erleichtert.

Im August letzten Jahres hiess es, die Axpo-Gruppe prüfe den Bau neuer Kernkraftwerke und evaluiere darum wieder Standorte aus den 70er-Jahren – darunter auch Rüthi im Rheintal. Die Ankündigung sorgte für Besorgnis in der Bevölkerung. Kantonsrat Meinrad Gschwend (Grüne) reichte deshalb im November eine einfache Anfrage an die Regierung ein, ob Rüthi ein denkbarer Standort sei. Nun gibt diese Entwarnung: Laut Axpo stünden die Standorte der bestehenden KKWs im Vordergrund. Und: Dem Kanton lägen in dieser Sache keine Anträge vor.

«Dass Rüthi nicht Priorität hat, freut mich», sagt Gschwend gegenüber 20 Minuten. Der Standort sei damit aber noch nicht vom Tisch. Er hätte deshalb vom Kanton eine klarere Haltung erwartet. «Schliesslich ist das Rheintal erdbebengefährdet und darum für KKWs nicht geeignet», so Gschwend. Erleichtert ist man auch in der Gemeinde Rüthi. «Der politische Widerstand wäre gross gewesen», sagt Gemeindepräsident Thomas Ammann. Es habe nach den Abklärungen in den 70er-Jahren aber nie eine weitere Machbarkeitsstudie für Rüthi gegeben. «Ich persönlich glaube nicht, dass hier je ein KKW gebaut wird», so Ammann.

Annette Hirschberg

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