Aktualisiert 04.02.2004 07:31

Kerry marschiert durch

Beim ersten Superwahltag für die Präsidentschaftskandidatur der amerikanischen Demokraten hat der Senator von Massachusetts, John Kerry, einen deutlichen Sieg errungen.

Er entschied am Dienstag die Vorwahlen in fünf Staaten für sich - in Arizona, Delaware, Missouri, New Mexiko und North Dakota. Sein Konkurrent John Edwards konnte sich in South Carolina durchsetzen, der frühere NATO-Oberbefehlshaber Wesley Clark gewann in Oklahoma. Der erfolglose Kandidat Joseph Lieberman zog sich aus dem Rennen zurück.

«Dies ist ein grossartiger Abend. Ich bin geradezu überwältigt», sagte Kerry der Nachrichtenagentur AP. Der Senator hat bereits die Staaten Iowa und New Hampshire auf seine Seite gebracht, so dass er nunmehr einen klaren Vorsprung vor seinen Konkurrenten hat. Edwards, der Senator von North Carolina, kommentierte seinen Sieg in South Carolina mit den Worten, dass er nun auch Michigan, Virginia und Tennessee zu gewinnen hoffe.

In Oklahoma lag Edwards dicht hinter dem siegreichen Clark, der selbst wiederum in Arizona und New Mexiko an zweiter Stelle hinter Kerry landete. Der einst als Favorit gehandelte Howard Dean konnte nirgendwo Boden gut machen.

Lieberman, der Senator von Connecticut, begründete seinen Rückzug aus dem Rennen damit, dass die Wähler eine klare Entscheidung getroffen hätten. Dies sei für ihn zwar enttäuschend, doch sei er stolz darüber, überhaupt an diesem Wahlkampf teilgenommen zu haben. Der Vizepräsidentschaftskandidat des Wahljahres 2000 war vor einer Woche in New Hampshire nur fünfter geworden, in Iowa war er gar nicht erst angetreten. (dapd)

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