Kerze war Bombe – drei Verletzte während Messe
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Kerze war Bombe – drei Verletzte während Messe

Bei der Explosion einer als Kerze getarnten Bombe sind im Dom von Motta di Livenza während der Sonntagsmesse drei Menschen verletzt worden. Hinter der Tat wird der italienische «Unabomber» vermutet.

Gegen Ende des Gottesdienstes explodierte die Kerze in den Händen eines sechsjährigen Mädchens. Es erlitt schwere Verletzungen an den Augen und einer Hand. Die Polizei vermutet hinter dem Anschlag den mysteriösen Bombenleger, der mit vor allem gegen Kinder gerichteten Sprengsätzen in den letzten zehn Jahren 20 Menschen verletzt hat.

So explodierte 2003 in der Hand eines Kindes ein Schreibstift, den es bei einem Picknick gefunden hatte. 2002 detonierte ein Behälter für Seifenblasenflüssigkeit und verletzte einen fünfjährigen Knaben. Zuletzt war im Januar dieses Jahres der Plastikbehälter eines Überraschungseis detoniert, als Kinder damit spielten.

Der eigentliche «Unabomber», ein öffentlichkeitsscheuer ehemaliger Mathematik-Professor, war 1998 in den USA zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Er hatte 17 Jahre lang Bomben gelegt und damit drei Menschen getötet und 23 weitere verletzt.

(SDA/AP)

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