Aktualisiert 23.01.2015 13:34

Familiendrama von Flaach

Kesb handelte «nachvollziehbar»

Die Justizdirektion hat das Vorgehen der Kesb im Fall von Natalie K.* geprüft. Der Schutzbehörde konnte keinen Fehler nachgewiesen werden.

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Nicolas (5) und Alessia (2) wurden am 1. Januar 2015 tot im Haus ihrer Eltern in Flaach ZH gefunden.

Nicolas (5) und Alessia (2) wurden am 1. Januar 2015 tot im Haus ihrer Eltern in Flaach ZH gefunden.

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Ihre Mutter Natalie K. (27) wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Sie hatte sich selber Verletzungen zugefügt.

Ihre Mutter Natalie K. (27) wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Sie hatte sich selber Verletzungen zugefügt.

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Im hinteren Hausteil (links) in Flaach lebte die Familie. Am 6. Januar gab die Rechtsmedizin bekannt, dass die beiden Kinder offenbar von ihrer Mutter erstickt wurden.

Im hinteren Hausteil (links) in Flaach lebte die Familie. Am 6. Januar gab die Rechtsmedizin bekannt, dass die beiden Kinder offenbar von ihrer Mutter erstickt wurden.

Keystone/Walter Bieri

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-Andelfingen hat im Zusammenhang mit den beiden getöteten Kinder in Flaach ZH «nachvollziehbar und vertretbar» gehandelt. Zu dieser Einschätzung gelangt die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich (JI). Dennoch soll der Fall noch unabhängig beurteilt werden.

Die ausserordentliche Tragik der Ereignisse mache es nötig, dass unabhängige Fachleute die Vorkommnisse noch vertiefter untersuchten, heisst es in der Mitteilung der JI vom Freitag. Zwei Fachpersonen wurden deshalb mit einer interdisziplinären Beurteilung des behördlichen Handelns im Fall Flaach beauftragt.

Heimplatzierung war korrekt

Die Aufsichtsbehörde hatte in den vergangenen zwei Wochen die Berichte und Akten analysiert und zusätzliche Informationen eingeholt. Gestützt darauf hält die JI fest, dass die Platzierung der beiden Kinder Alessia und Nicolas im Heim zum Zeitpunkt der Verhaftung der Eltern «geboten und korrekt» gewesen sei.

Gemäss Bericht gab es zudem Gründe, die dafür sprachen, die Kinder für die Dauer weiterer Abklärungen nicht bei Natalie K.* oder den Grosseltern wohnen zu lassen. Der Mutter sei aber mündlich «ausführlich zum Ausdruck gebracht worden», dass man ihr die Kinder wieder in die Obhut geben werde.

Die Tragödie ereignete sich am Neujahrstag. Die Mutter wollte ihre Kinder nach Weihnachten nicht zurück ins Heim bringen. Vermutlich deshalb erstickte sie ihren fünfjährigen Sohn und die zweijährige Tochter.

*Name der Redaktion bekannt (sda)

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