BASEL: Kessler: «Basel schöpft sein Potenzial nicht aus»
Aktualisiert

BASELKessler: «Basel schöpft sein Potenzial nicht aus»

Ab heute ist Thomas Kessler (49) Basels offizieller Stadtplaner. Sein Wunsch: Basel soll selbstsicherer werden.

von
Anna Luethi

Heute nimmt die Regierung ihre Arbeit auf und damit beginnt für Sie offiziell die Arbeit als Kantons- und Stadtentwickler. Was steht auf dem Programm?

Thomas Kessler: Ich habe schon am 1. Januar begonnen – Bürozeiten gibt es bei meinem Job nicht. Bis im Frühling ist mein 14-köpfiges Team komplett. Wir wollen schnell zeigen, dass wir präsent sind, und die Leute in den Quartieren kennen lernen.

Was sind Ihre konkreten Aufgaben als Amtsleiter?

Die Abteilung formiert einen Thinktank, der die Regierung mit Ideen beliefert. Zudem leite ich drei Unterabteilungen, darunter die Stadtteilentwicklung, mit der wir grössere Projekte wie die Erlenmatt oder die Kaserne unterstützen.

Wie viel Freiraum lässt Ihnen die Regierung bei Ihren Visionen zu Basels Zukunft?

Die Regierung bestimmt, was in die Planung einfliesst. Ich diskutiere wöchentlich mit dem neuen Stadtpräsidenten Guy Morin. Dieser bringt Ideen in die Gesamtregierung ein. So soll der Diskurs aktiviert werden.

Was wünschen Sie sich für Basel?

Die Stadt hat ihr Potenzial momentan nicht ganz ausgeschöpft. Es gibt zu viel Diskretion, zu wenig Selbstbewusstsein. Wir sollten zum Beispiel mehr Plätze nach brillanten Basler Köpfen benennen. Ein Nietzsche-Platz wär doch was!

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