Tod von Frédéric Sinistra – Kickbox-Star und radikaler Impfgegner stirbt mit 41 Jahren an Corona

Aktualisiert

Tod von Frédéric Sinistra Kickbox-Star und radikaler Impfgegner stirbt mit 41 Jahren an Corona

Er war als «stärkster Mann Belgiens» bekannt und gewann Kickbox-Titel in Serie. Nun starb Frédéric Sinistra mit 41 an Corona – das es laut ihm gar nicht gibt.

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Sinistra war nicht nur mehrfacher belgischer Kickbox-Meister, sondern  auch dreimaliger Welt- und viermaliger Europameister.

Sinistra war nicht nur mehrfacher belgischer Kickbox-Meister, sondern auch dreimaliger Welt- und viermaliger Europameister.

Instagram/fred_sinistra
Sinistra war als «stärkster Mann Belgiens» bekannt.

Sinistra war als «stärkster Mann Belgiens» bekannt.

Instagram/fred_sinistra
Er trug den Kampfnamen «The Undertaker» .

Er trug den Kampfnamen «The Undertaker» .

Instagram/fred_sinistra

Darum gehts

«Corona-Leugner und stärkster Mann Belgiens an den Folgen von Covid-19 gestorben», titelten belgische Medien am Weihnachtstag. Die traurige Nachricht: Frédéric Sinistra starb wohl bereits am 15. Dezember an den Folgen seiner Corona-Erkrankung. Weltweit war der 41-jährige Sinistra unter seinem Kampfnamen «The Undertaker» bekannt. Er dominierte nicht nur als mehrfacher belgischer Meister die dortige Kickbox-Szene, sondern war auch dreimaliger Welt- und viermaliger Europameister.

Laut lokalen Medienberichten zeigte sich Sinistra als vehementer Corona-Leugner und Impfgegner – er soll sich sogar geweigert haben, die Worte «Corona» und «Covid» überhaupt auszusprechen. Sollte es Corona tatsächlich geben, würde ihn seine Fitness und sein Alter vor den Symptomen schützen, soll er immer wieder gesagt haben. Ende November zog sein Trainer die Reissleine: Weil sein Schützling Symptome zeigte, schickte er ihn ins Spital.

Er wollte sich selbst mit einer Sauerstoffflasche behandeln

«Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn nicht mehr trainieren werde, wenn er nicht ins Spital geht», sagte Osman Yigin gegenüber «Sudpresse». Sinistra gab schliesslich in den sozialen Medien bekannt, dass seine Lunge stark angegriffen sei, er aber noch stärker zurückkehren werde. Der Kickboxer soll sich daraufhin trotz heftiger Proteste der behandelnden Ärzte selbst aus dem Spital in Lüttich entlassen haben – und wollte sich mit einer Sauerstoffflasche daheim behandeln.

Am 13. Dezember meldete sich Sinistra ein letztes Mal: Er erhole sich zuhause, gab er seinen Fans bekannt. Kurz darauf verstarb er an seiner Corona-Erkrankung, laut «Sudpresse» an akuter Atemnot. Geleugnet wird der Corona-Tod nun von seiner Frau in den sozialen Netzwerken: Sie behauptet, dass ihr Mann nicht an Covid verstorben sei – «und er hätte nie akzeptiert, dass das, was ihm passiert ist, dazu dient, Angst zu verbreiten und die Impfung zu bewerben».

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Mühe mit der Coronazeit?

Hier findest du Hilfe:

BAG-Infoline Coronavirus, Tel. 058 463 00 00

BAG-Infoline Covid-19-Impfung, Tel. 058 377 88 92

Dureschnufe.ch, Plattform für psychische Gesundheit rund um Corona

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Branchenhilfe.ch, Ratgeber für betroffene Wirtschaftszweige

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(heute.at/job)

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