Kidman und Penn filmen im UN-Hauptquartier

Aktualisiert

Kidman und Penn filmen im UN-Hauptquartier

Sicherheit hin und her - die Vereinten Nationen stellen ihre sonst nur für Diplomaten zugänglichen Räumlichkeiten erstmals auch Hollywood zur Verfügung.

UN-Sprecherin Marie Okabe gab am Donnerstag in New York bekannt, dass die Weltorganisation einem entsprechenden Antrag des Regisseurs Sydney Pollack «prinzipiell» zugestimmt hat. Demnach würde Pollack seinen nächsten Spielfilm, «The Interpreter» (Die Dolmetscherin) mit Nicole Kidman und Sean Penn im Glaspalast am East River drehen dürfen.

Ein hochrangiger UN-Mitarbeiter bemerkte dazu, dass sich die Vereinten Nationen seines Wissens nach zuvor noch nie als «Studio» bereit gestellt hätten. Selbst Meisterregisseur Alfred Hitchcock war abgewiesen worden, als er für seinen Thriller «North by Northwest» mit Cary Grant (1959) einige Szenen in den Foyers der UN-Diplomaten drehen wollte.

Nach Angaben der UN-Sprecherin stimmten UN-Generalsekretär Kofi Annan und der Präsident der UN-Vollversammlung, Julian Robert Hunte, dem Film unter anderem deshalb zu, weil seine Schlussfolgerung «mit den Werten der Vereinten Nationen» übereinstimmen. Der im Januar amtierende Präsident des Weltsicherheitsrates. Heraldo Munoz (Chile), hatte schon zuvor sein generelles Einverständnis signalisiert.

In «The Interpreter» spielt Nicole Kidman eine in Kenia geborene UN-Dolmetscherin, die zufällig von Verabredungen für ein geplantes Attentat hört. Obwohl sie zwischenzeitlich selbst zur Zielscheibe der Täter wird, gelingt es ihr, den Mord an einem Machthaber aus Afrika im Saal der UN-Generalversammlung mit zu verhindern.

(sda)

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