Aktualisiert 05.08.2008 21:04

St. GallenKids in Deutschland in den Chindsgi: So sparen Eltern

Viele Deutsche wohnen in Kreuzlingen, schicken ihre Kinder aber nach Konstanz in den Kindergarten. So
sparen sie viel Geld.

von
Sascha Schmid

Das Angebot für Kleinkindbetreuung ist in Deutschland viel breiter als in der Schweiz. In Konstanz nehmen die Kindergärten schon 3-Jährige auf, einige sogar noch jüngere. Während in der Schweiz ein Krippenplatz einen beträchtlichen Teil des Lohnes auffressen kann, ist der Kindergarten in Deutschland gratis. Dies veranlasst viele Deutsche, die in Kreuzlingen wohnen, ihre Kinder über die nahe Grenze in den Kindergarten zu bringen. «Ich kenne einige Leute, die ihre ­Kinder extra nach Konstanz karren», sagt die Deutsche Claudia Neumann, die seit acht Jahren in Ermatingen wohnt. Obwohl dies lukrativ sei, schickt sie ihre Kinder aber nicht nach Deutschland. Das dürfte die Konstanzer Schulbehörden freuen. Denn in der Grenzstadt gehen die Plätze in den Kindergärten aus. Deshalb hat man reagiert. «Die Platznot war so gross, dass wir die Notbremse ziehen mussten», sagt ­Jürgen Treude, Leiter des Sozial- und Jugendamtes. Neu müssen deutsche Eltern aus der Schweiz 300 Euro monatlich für einen Kindergartenplatz in Konstanz zahlen. Im Vergleich zu einer Schweizer Krippe ist das aber immer noch günstig.

Vorsicht bei Schulanfang

Am Montag fängt in den Kantonen St. Gallen, ­Thurgau und Appenzell Ausser­rhoden wieder die Schule an. Weil viele Kinder dann zum ersten Mal auf dem Schulweg sind, fordert die Polizei alle Verkehrsteilnehmer auf, besonders vorsichtig zu fahren. Bis zu den Herbstferien machen zusätzlich Plakate darauf aufmerksam, dass die Schulkinder unterwegs sind. Auch besuchen wieder Verkehrspolizisten die Kindergärten der Ostschweiz.

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