Basel-Stadt: Kids können im St. Johann endlich Fussball spielen
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Basel-StadtKids können im St. Johann endlich Fussball spielen

Nach vielen Jahren Bemühungen wird auf der Tschudimatte nun fleissig gekickt. Die Kids werden sogar von einem FCB-Nachwuchstrainer trainiert.

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Auf der Trudimatte im St. Johann wird gekickt. Mehrere Jahre kämpften die Eltern dafür.

Auf der Trudimatte im St. Johann wird gekickt. Mehrere Jahre kämpften die Eltern dafür.

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Unter der Leitung von FCB-Nachwuchstrainer Joachim Eble treffen sich die Kids einmal wöchtenlich zum Training.

Unter der Leitung von FCB-Nachwuchstrainer Joachim Eble treffen sich die Kids einmal wöchtenlich zum Training.

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Auch die ganz Kleinen haben ihren Spass. Es wird nämlich nicht nur gekickt, sondern auch die Koordination geübt.

Auch die ganz Kleinen haben ihren Spass. Es wird nämlich nicht nur gekickt, sondern auch die Koordination geübt.

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Den Traum, Fussballstar zu werden, hat manches Kind – gerade in der Fussballstadt Basel: Der grosse FCB ist auch bei den Kleinsten allgegenwärtig. Für Kinder aus der Region ist es jedoch sehr schwierig geworden, in einem Verein aufgenommen zu werden. Zu gross ist die Nachfrage, zu gering die Zahl der freien Plätze. Besonders im Quartier St. Johann war die Situation bis vor kurzem prekär. Wohnortsnahe Trainingsangebote für die Kleinen gab es keine.

Der ständig wiederkehrende Wunsch vom Fussballspielen veranlasste die städtischen Institutionen, im Quartier etwas auf die Beine zu stellen. «Die Familien haben jahrelang dafür gekämpft. Nun können sich die Kleinsten auf der Tschudimatte austoben», sagt Projektleiterin Leonie Schüssler. Trainiert wird neu gleich neben dem Schulhaus. 40 bis 50 Kinder zwischen vier und 13 Jahren kommen laut Schüssler wöchentlich zum Training. Geschult werden sie von FCB-Nachwuchstrainer Joachim Eble.

Bildung ausserhalb des Klassenzimmers

Eble ist bemüht, das Training abwechslungsreich zu gestalten. Obwohl die Jungs und Mädchen am liebsten mit dem Ball spielen, gibt es auch Übungen zur Förderung der Geschlicklichkeit und Koordination. Auch das Erlernen von Teamgeist, Fairness und sozialer sowie emotionaler Kompetenz steht bei ihm im Fokus.

«Wie im Klassenzimmer eignen sich Kinder und Jugendliche auf dem Spielplatz und vielen anderen Orten wichtige Fähigkeiten für ihr Leben an», so Schüssel. Das wiederum würde die Schulen und Lehrpersonen entlasten und unterstützen.

Regierungsrat Eymann begeistert

Am Montagabend besuchte der städtische Erziehungsdirektor Regierungsrat Christoph Eymann die Fussball-Kinder. Er war begeistert vom Enthusiasmus aller Beteiligten: «Es ist super, wie jeder Einzelne sein Herzblut in das Projekt steckt.» Bewegung sei bereits im jungen Alter von grösster Bedeutung. Er hob vor allem die gelungene Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen hervor: «Es ist nicht selbstverständlich, dass so ein Projekt bei allen Anklang findet und unterstüzt wird.»

Hinter dem Projekt «Unser Quartier spielt Fussball» steht kein Fussballverein. Laut Leiterin Schüssler war die Realisation nur dank der engen Zusammenarbeit zwischen schulischen und ausserschulischen Instiutionen im St. Johann in den letzten drei Jahren möglich. «Sonst macht jeder nur sein eigenes Ding. Die Zusammenarbeit und die Koordination zum Wohl der Kinder war ausschlaggebend», so Schüssler. Lanciert wurde das Projekt von der Jacobs Foundation zusammen mit dem Erziehungsdepartement Basel-Stadt.

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