Aktualisiert 15.01.2015 11:25

Nationalratswahlen

Kiener Nellen darf kandidieren

SP-Nationalrätin Margret Kiener Nellen hat die erste Hürde für eine Nationalratskandidatur geschafft: Die SP Bern-Mittelland hat sie für einen Listenplatz nominiert.

von
cho
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Margret Kiener Nellen zu ihrem Einkommen von null Franken: «Ich hätte nicht zulassen dürfen, dass es so weit kommt», sagte sie an einer Pressekonferenz im November 2014.

Margret Kiener Nellen zu ihrem Einkommen von null Franken: «Ich hätte nicht zulassen dürfen, dass es so weit kommt», sagte sie an einer Pressekonferenz im November 2014.

Keystone/Peter Klaunzer
Dort legte die SP-Nationalrätin ihre finanzielle Situation komplett offen.

Dort legte die SP-Nationalrätin ihre finanzielle Situation komplett offen.

«Ich habe einen Fehler gemacht.»

«Ich habe einen Fehler gemacht.»

Keystone/Peter Klaunzer

Die wegen einer Steuererklärung aus dem Jahr 2011 in die Schlagzeilen geratene Rechtsanwältin aus Bolligen BE machte an einer Versammlung der regionalen Sektion zwar deutlich weniger Stimmen als andere Bewerber. Sie übertraf aber auch klar das für eine Nomination nötige absolute Mehr.

Kiener Nellen muss nun noch von der Kantonalpartei nominiert werden: Die definitive Listengestaltung für die Nationalratswahlen vom Herbst dieses Jahres nimmt die SP Kanton Bern an einer Versammlung Anfang März vor.

Schadet sie der Partei?

Gegen eine Kandidatur von Kiener Nellen wurde an der Versammlung in Bern vor allem ins Feld geführt, ihre Kandidatur würde der Partei schaden. Eine Partei, die für Steuergerechtigkeit eintrete, mache sich so unglaubwürdig.

Die Befürworter einer neuen Kandidatur sagten, gegen Kiener Nellen laufe eine Kampagne. Es gehe darum, der SP zu schaden. Kiener Nellen habe nichts Illegales getan und sei eine gute Politikerin.

Vorwurf Doppelmoral

Die «Weltwoche» hatte im Herbst letzten Jahres geschrieben, das Ehepaar Kiener Nellen verfüge über ein grosses Vermögen, habe aber 2011 dank eines Einkaufs des Mannes von Margret Kiener Nellen in eine Pensionskasse kein Einkommen versteuert.

Angesichts des Kampfs von Kiener Nellen gegen die Steueroptimierung der Langenthaler Ammann Group und angesichts ihres Kampfs gegen die Pauschalbesteuerung sei das Doppelmoral. (cho/sda)

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