Strafgericht BS: Kiffer droht Nachbarin mit dem Tod – weil sie an seinem Waschtag wusch

Publiziert

Strafgericht BSKiffer droht Nachbarin mit dem Tod – weil sie an seinem Waschtag wusch

Am Mittwoch wird einem Briten der Prozess gemacht. Er soll seine Nachbarin und den Hauswart terrorisiert und mit einem Messer bedroht haben. Im Falle eines Schuldspruchs muss er die Schweiz verlassen.

von
Jeanne Dutoit
1 / 3
Weil die Waschmaschine an seinem Waschtag bereits genutzt wurde, soll ein Mann ausgetickt sein.

Weil die Waschmaschine an seinem Waschtag bereits genutzt wurde, soll ein Mann ausgetickt sein.

20min/Celia Nogler
Der Mann, der regelmässig Marihuana rauchte, drohte daraufhin dem Hausmeister und seiner Nachbarin.

Der Mann, der regelmässig Marihuana rauchte, drohte daraufhin dem Hausmeister und seiner Nachbarin.

Am Mittwoch wird ihm am Basler Strafgericht der Prozess gemacht.

Am Mittwoch wird ihm am Basler Strafgericht der Prozess gemacht.

Darum gehts

Ein 39-jähriger Mann sitzt am Mittwoch vor dem Strafrichter, ihm wird unter anderem Freiheitsberaubung, Drohung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Laut Anklage habe der Brite in den letzten 20 Jahren regelmässig gegen das Betäubungsmittelgesetz verstossen. Auch bei der aktuellen Verhandlung stand der Beschuldigte unter dem Einfluss von Cannabis,  so die Anklage.

Angeklagt wurde der Mann, nachdem er einen Nachbarschaftsstreit eskalieren liess. Der Grund für seinen Ärger: Als er im April diesen Jahres gegen 18 Uhr die Waschküche des Mehrfamilienhauses betrat, war diese bereits besetzt. Er geriet in «Rage» und orderte den Hauswart telefonisch vor Ort. Aggressiv habe er den Mann beschimpft. Alle Beruhigungsversuche scheiterten, wie die Staatsanwältin in der Anklageschrift schreibt.

Mann drohte Nachbarin mit dem Tod

Der Hauswart holte infolgedessen die Mieterin hinzu, die die Maschine mit ihrer Wäsche besetzte. Daraufhin soll der Beschuldigte völlig ausgetickt sein und begann damit, die Frau gegen die Wand der Waschküche zu stossen. Die Nachbarin bat ihn völlig verängstigt und weinend, damit aufzuhören. Er dachte jedoch nicht daran, setzte die Schubserei fort und hinderte sie daran, den Raum zu verlassen.

Panisch rief die Frau nach Hilfe. Der 39-Jährige drohte ihr mit einem «vorgezeigten Kehlenschnitt», dass er sie umbringen werde. Der Hauswart, der laut Anklage befürchtete, dass der Angreifer das Messer wieder ins Spiel bringen würde, informierte daraufhin die Polizei.

Bei einer anschliessenden Hausdurchsuchung stiessen die Beamtinnen und Beamten auf Marihuana und zahlreiches Kiffer-Zubehör.

Der Beschuldigte, der keiner Arbeit nachgeht und «auf legale Weise» ausschliesslich von einer grösseren Erbschaft lebt, soll zu einer bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt werden, fordert die Staatsanwaltschaft. In Folge eines Schuldspruchs würde der Mann fünf Jahre des Landes verwiesen werden. 

Hast du oder hat jemand, den du kennst, ein Problem mit illegalen Drogen?

Hier findest du Hilfe:

Sucht Schweiz, Tel. 0800 104 104

Safezone.ch, anonyme Onlineberatung bei Suchtfragen

Feel-ok, Informationen für Jugendliche

Infodrog, Information und Substanzwarnungen

Deine Meinung

37 Kommentare