Aktualisiert 20.04.2016 18:33

Legalisierung

Kiffer-Freunde planen eine neue Hanf-Initiative

Der Verein Legalize it! will die Legalisierung von Cannabis vor das Volk bringen. Konsum und Anbau für den Eigengebrauch sollen straffrei werden.

von
daw
«Ob man für legales Kiffen ist, ist keine Frage von rechts oder links»: Eine Frau zündet sich einen Joint an (Symbolbild).

«Ob man für legales Kiffen ist, ist keine Frage von rechts oder links»: Eine Frau zündet sich einen Joint an (Symbolbild).

Reuters/Albeiro Lopera

Während etwa der US-Bundesstaat Colorado oder Uruguay Cannabis legalisiert haben, hinkt die Schweiz nach Ansicht des Vereins Legalize it! dem weltweiten Trend hinterher. Mediensprecher Nino Forrer sagt: «In der Schweiz werden rechtschaffene Bürger als Kriminelle stigmatisiert, nur weil sie am Wochenende einen Joint rauchen.»

Dass erwachsene Kiffer, die mit weniger als zehn Gramm erwischt werden, nur noch eine Ordnungsbusse von 100 Franken bezahlen müssen, habe daran nichts geändert. Auch gingen die Diskussionen um eine Cannabis-Abgabe in den Städten nur sehr schleppend voran. «Es braucht nun einen radikalen Kurswechsel», sagt Forrer.

Legalisierung soll vors Volk

Der Verein plant deshalb eine neue Volksinitiative. Den Konsum und Besitz psychoaktiver Substanzen der Cannabispflanze sowie ihr Anbau fur den Eigenbedarf soll ab dem Erreichen der Volljahrigkeit straffrei werden. Sympathisanten können ihre Unterstützung in einem ersten Schritt per Online-Formular zusichern. So sollen die benötigten 100'000 Unterschriften leichter gesammelt werden können.

2008 erlitt die Cannabis-Initiative, die eine Liberalisierung der Hanfpolitik verlangte, an der Urne Schiffbruch. Nur 37 Prozent der Stimmbürger stimmten ihr zu. Forrer erklärt das Resultat unter anderem damit, dass die Initiative als linkes Begehren wahrgenommen wurde. Dieser Fehler soll nicht mehr passieren: «Ob man für legales Kiffen ist, ist keine Frage von rechts oder links.»

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