«Kill Bill» – Opfer der Kettensäge
Aktualisiert

«Kill Bill» – Opfer der Kettensäge

Blutiger Wechsel an der Spitze der US-Kino-Charts: Ein Kettensägen-Remake verdrängte das Rachegesäbel «Kill Bill».

Ein Wahnsinniger vertrieb dieses Wochenende mit seiner Kettensäge die rachsüchtige Uma Thurman von der Spitze der nordamerikanischen Kinocharts. Denn das Remake des Horror-Klassikers «The Texas Chainsaw Massacre» von 1974 spielte an seinem Start-Wochenende 38,7 Millionen Franken ein. Quentin Tarantinos «Kill Bill – Volume 1» brachte es dagegen nur auf 16,6 Millionen Franken. «Massacre»-Produzent Michael Bay hatte erklärt, den Film «allein wegen dem Wert des Namens» neu auflegen zu wollen.

Tatsächlich gehört «The Texas Chainsaw Massacre» zu den berühmtesten Horrorfilmen überhaupt. Tobe Hoopers Low-Budget-Film über ein paar Hippies, die in Texas in die Hände von Leatherface und dessen brutaler Kannibalen-Familie geraten, steht in einer Reihe mit Klassikern wie «Night of the Living Dead». Der Film gilt als intelligente Parodie auf die Intoleranz und Spiessigkeit des US-Bürgertums und sorgte in den 70er-Jahren für einen Skandal. Wann das Remake in der Schweiz anläuft, ist noch unklar.

(ojo/man)

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