Mordfall in Österreich: Killer fror Leichenteile ein, um sie «zu kosten»
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Mordfall in ÖsterreichKiller fror Leichenteile ein, um sie «zu kosten»

Ein 63-jähriger Mann aus Wien hat eine Frau ermordet, zersägt und im Neusiedler See versenkt. Die Organe fror er aber ein, um sie danach zu verspeisen.

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Der 63-jährige Alfred U. hat Ende März eine Frau in seiner Wohnung im Wiener Stadtteil Brigittenau erwürgt und zersägt.

Der 63-jährige Alfred U. hat Ende März eine Frau in seiner Wohnung im Wiener Stadtteil Brigittenau erwürgt und zersägt.

Heute.at
In den Tagen danach verpackte er die Leichenteile in Plastiksäcke und Kisten und brachte sie ins Burgenland. Dort versenkte er sie dann im Neusiedler See.

In den Tagen danach verpackte er die Leichenteile in Plastiksäcke und Kisten und brachte sie ins Burgenland. Dort versenkte er sie dann im Neusiedler See.

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Die zerkleinerten Organe des Opfers aber bewahrte U. auf, um sie «später zu kosten».

Die zerkleinerten Organe des Opfers aber bewahrte U. auf, um sie «später zu kosten».

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Die österreichische Polizei ermittelt seit Wochen in einem grausamen Mordfall: Der 63-jährige Alfred U. hat eine noch unbekannte Frau Ende März in seiner Wohnung im Wiener Stadtteil Brigittenau erwürgt und zersägt. In den Tagen danach verpackte er die Leichenteile in Plastiksäcke und Kisten und brachte sie ins Burgenland. Dort versenkte er sie dann im Neusiedler See. Die zerkleinerten Organe des Opfers aber bewahrte U. auf, um sie «später zu kosten».

Der Täter legte laut Behörden ein umfangreiches Geständnis ab. Bei der Einvernahme durch die Polizei gab er an, dass es sich beim Opfer um eine Zufallsbekanntschaft handle. «Ich wollte gar keinen Sex mit der Frau. Ich wollte doch nur ein bisschen Haut spüren und endlich wieder mit jemandem kuscheln», sagte der 63-Jährige über die grausame Tat, wie seine Anwältin Astrid Wagner erklärte.

Er tötete sie, weil sie nicht aufhörte zu schreien

«Plötzlich begann sie wie wild zu schreien. Ich geriet in Panik und habe sie gewürgt», sagte U. der Polizei. Als sein körperlich unterlegenes Opfer still war, liess der Täter von ihm ab. Doch da die Frau in der Folge sofort wieder zu schreien begann, geriet U. in Rage und drückte erneut zu – so lange, bis sie tot war.

Er zersägte die Leiche in seinem Badezimmer, dann schaffte er die verpackten Überreste mit seinem alten, silbernen Mercedes in die von der Mutter geerbte Schilfhütte in Rust am Neusiedler See.

Mit einem Elektroboot brachte er die Teile dann zu einer vom Schilf verdeckten Einbuchtung und versenkte sie dort. Ein Fischer entdeckte den Torso der Frau. Weitere Körperteile wurden bei einer Suchaktion gefunden. Noch nicht gefunden wurden etwa die Hände und die Unterschenkel des Opfers. Einen Körperteil habe der 63-jährige Mann eingefroren, um ihn zu einem späteren Zeitpunkt zu verzehren, wie die Staatsanwältin sagte.

Wer ist die Frau?

Vor knapp zwei Jahren war der wegen Gewalt- und Sexualverbrechen vorbestrafte Mann aus einer Anstalt für abnorme Rechtsbrecher entlassen worden. Insgesamt sass der Österreicher bereits über 30 Jahre in Haft.

Die genaue Identität des Opfers ist dagegen immer noch unbekannt. Nach Angaben einer Boulevard-Zeitung habe es sich um eine slowakische Prostituierte zwischen 25 und 30 Jahren gehandelt, die dem Mann nicht ihren echten Namen nannte. Der mutmassliche Täter habe sein Opfer im März in Wien kennen gelernt und dann mit nach Hause genommen.

Die Unbekannte sei 155 bis 165 Zentimeter gross und zierlich gewesen, wie Heute.at berichtet. Sie habe eine Zahnfehlstellung, rötlich-schwarzes, ganz kurzes Haar, durchstochene Ohrläppchen und eine Mandel-OP. Die DNA der Frau wurde bei einem Einbruchsdiebstahl im Frühjahr 2017 sichergestellt, sagten die Ermittler bei der Pressekonferenz. (kle/sda)

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