Killer-Puppen für irakische Kinder

Aktualisiert

Killer-Puppen für irakische Kinder

Perverse Kriegsführung: Puppen, die von US-Bürgern gespendet werden, verteilt die Army zu Propagandazwecken unter irakischen Kindern. Skrupellose Terroristen füllen das Spielzeug mit Sprengstoff und lassen es auf der Strasse liegen.

Durch einen Sprengsatz in einer Puppe sind im Nordirak in der Sunniten-Enklave Howeidscha bei Kirkuk drei Kinder getötet worden. Ein viertes Kind wurde durch die Explosion verletzt.

In den Wochen zuvor hatte die irakische Armee in dieser Region eine ganze Lastwagenladung Puppen verteilt. Das Spielzeug sei von der US-Bevölkerung gespendet und durch die Army zur Verfügung gestellt worden, bestätigt der Informationsdienst der US-Armee.

«Als die Kinder uns gesehen haben, meinten sie, wir wollten ihre Häuser durchsuchen,» sagt Captain Ali Aswed Ahmed, Zugführer in der irakischen Armee. «Alles, was wir wollen, ist das sie uns anders wahrnehmen.»

Nun werden die Propaganda-Puppen als schreckliche Waffen im irakischen Bürger-Krieg missbraucht. Terroristen füllen das Spielzeug mit Sprengstoff um so spielende Kinder zu töten.

Die Polizei meldete, Augenzeugen hätten berichtet, am Sonntag kurz zuvor in der Strasse, in der die Sprengstoff-Puppe detoniert sei, mehrere bewaffnete Männer gesehen zu haben. Die Augenzeugen hätten ausserdem erklärt, die Puppe sei erst explodiert, als eines der Kinder sie berührt habe.

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