Australiens Aga-Plage: Killerkröten töten Krokodile

Aktualisiert

Australiens Aga-PlageKillerkröten töten Krokodile

Sie ist im australischen Tierreich sehr gefürchtet – und dies zu Recht. Denn die Aga-Kröte tötet Schlangen und Warane. Und nun macht sie auch den Krokodilen den Garaus.

Die giftige Aga-Kröte wird bis zu 22 Zentimeter gross und kann über ein Kilo schwer werden. Sie wurde 1935 von Amerika nach Australien gebracht. Dort sollte sie die Schadinsekten in den Zuckerrohrplantagen vertilgen. Aber so kam es nicht. Anders als zuhause hat die Aga-Kröte in Australien keinen natürlich Feind. Dies führt laut «Welt.de» dazu, dass die Population der Kröten explosionsartig, das heisst um 25 Prozent pro Jahr, wächst. Derweil hat sie aber die Zuckerrohrschädlinge von ihrem Speiseplan gestrichen und zeigt keine Absicht, ihnen auch nur ein Haar zu krümmen.

Giftige Mahlzeit

Dafür bringt sie einer anderen Tierart Tod und Verderben: Krokodile, nicht wählerisch, fressen gerne auch mal eine Aga-Kröte. Allerdings dürfte diese gleichzeitig ihre letzte Mahlzeit gewesen sein. Forscher konnten belegen, dass, wo die Aga-Kröte sich breit macht, immer weniger Krokodile leben. Die Reptilien verlängern somit die Opferliste der Riesenkröte, auf der sich bereits diverse Schlangenarten und Warane befinden.

Kritiker behielten Recht

Was kritische Stimmen von Anfang an befürchtet haben, nämlich dass sich eine «Zwangsansiedlung» von fremden Tieren nie positiv auswirkt, ist also auch mit der Aga-Kröte in Australien passiert. Aber die Riesenkröte war nicht die einzige Ausländerin, die auf dem fünften Kontinenten mehr Schaden als Nutzen anrichtete. Dies zeigt unsere BILDSTRECKE.

Deine Meinung