Aktualisiert 24.07.2018 09:47

Atomprogramm

Kim baut offenbar Raketen-Testanlage ab

Der Singapur-Gipfel zwischen den USA und Nordkorea trägt erste Früchte. Laut Experten hat Nordkorea offenbar mit dem Abbau seiner Raketen-Testanlage begonnen.

von
dwe
1 / 3
Am historischen Singapurgipfel vom 12. Juni 2018 reichten sich Kim Jong-un und Donald Trump erstmals die Hand.

Am historischen Singapurgipfel vom 12. Juni 2018 reichten sich Kim Jong-un und Donald Trump erstmals die Hand.

Keystone/Evan Vucci/AP
Beim historischen Gipfeltreffen hatte Kim die «vollständige Denuklearisierung» von Nordkorea zugesagt.

Beim historischen Gipfeltreffen hatte Kim die «vollständige Denuklearisierung» von Nordkorea zugesagt.

Keystone/AP/Host Broadcaster Mediacorp Pte Ltd
Satellitenbilder zeigen laut «38 North» den Rückbau eines Gebäudes und eines Teststands.  (Airbus Defense & Space/38 North via AP)

Satellitenbilder zeigen laut «38 North» den Rückbau eines Gebäudes und eines Teststands. (Airbus Defense & Space/38 North via AP)

AP

Satellitenbilder zeigten, dass auf der Sohae-Anlage an der Nordwestküste des Landes ein Gebäude und ein Teststand abgebaut würden, berichtete die renommierte Website «38 North» am Montag.

«38 North»-Experte Joseph Bermudez wertete dies als «wichtigen ersten Schritt» des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, seine beim Gipfel mit US-Präsident Donald Trump im Juni gemachten Zusagen einzuhalten. Da Sohae mutmasslich eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des nordkoreanischen Interkontinental-Raketenprogramms gespielt habe, stellten «diese Bemühungen eine bedeutende vertrauensbildende Massnahme seitens Nordkoreas» dar.

Kein konkreter Zeitplan für Denuklearisierung

Kim hatte bei dem historischen Gipfeltreffen mit Trump im Juni in Singapur die «vollständige Denuklearisierung» seines Landes zugesagt. Ein Zeitplan wurde aber nicht genannt.

Kritiker bezeichneten die Vereinbarungen zudem als zu vage. US-Präsident Donald Trump betonte am Montag, Nordkorea habe seit neun Monaten keine Rakete mehr abgeschossen und auch keine Atomtests mehr durchgeführt. «Japan ist glücklich, ganz Asien ist glücklich», schrieb er auf Twitter. Auch er selbst sei «sehr glücklich».

(dwe/sda)

Fehler gefunden?Jetzt melden.