Anhörung vor Gericht: Kim Dotcom kämpft gegen Auslieferung
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Anhörung vor GerichtKim Dotcom kämpft gegen Auslieferung

Wird der IT-Unternehmer Kim Dotcom an die USA ausgeliefert, droht ihm eine langjährige Haftstrafe. Seine Anwälte versuchen, das zu verhindern.

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sda/tob
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Die Anwälte des deutschstämmigen Internetunternehmers Kim Dotcom haben bei einer Anhörung in Neuseeland am Montag, 29.8.2016. erneut versucht, eine Auslieferung ihres Mandanten an die USA abzuwehren.

Die Anwälte des deutschstämmigen Internetunternehmers Kim Dotcom haben bei einer Anhörung in Neuseeland am Montag, 29.8.2016. erneut versucht, eine Auslieferung ihres Mandanten an die USA abzuwehren.

Robert O'Neil; Wikimedia. CC BY-SA 4.0
Vor kurzem gab Dotcom über Twitter bekannt, dass sein gesperrter Dienst Megaupload im Januar 2017 ein Comeback feiern soll.

Vor kurzem gab Dotcom über Twitter bekannt, dass sein gesperrter Dienst Megaupload im Januar 2017 ein Comeback feiern soll.

Der ehemalige Hacker lebte ab 2010 auf diesem Anwesen in Neuseeland. 2015 musste er in ein Apartment in Auckland umziehen.

Der ehemalige Hacker lebte ab 2010 auf diesem Anwesen in Neuseeland. 2015 musste er in ein Apartment in Auckland umziehen.

Natalie Slade

Die Anwälte des deutschstämmigen Internetunternehmers Kim Dotcom haben bei einer Anhörung in Neuseeland erneut versucht, eine Auslieferung ihres Mandanten an die USA abzuwehren. Kim Dotcom selbst erschien am Montag nicht im Gericht in Auckland, als die Anhörung begann.

Die Richter lehnten seinen Antrag ab, die Verhandlung live im Internet zu übertragen. Dotcom ist Gründer der einst populären Internetplattform Megaupload, auf der Nutzer Musik, Filme und andere Inhalte untereinander austauschen konnten.

Razzia im Jahr 2012

US-Ankläger werfen ihm und drei Mitstreitern vor, Copyright-Besitzer damit um mindestens eine halbe Million Dollar geprellt zu haben. Die US-Behörden liessen den Dienst 2012 schliessen.

Dotcom lebt seit Jahren in Neuseeland. Auf Antrag aus Washington führte die neuseeländische Polizei 2012 eine Razzia auf seinem Anwesen durch und nahm Dotcom vorübergehend fest. Die US-Behörden wollen ihm und seinen Mitstreitern den Prozess machen. Bei einem Schuldspruch droht ihnen eine langjährige Haftstrafe.

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