23.01.2015 20:41

Megachat

Kim Dotcom startet sicheren Chat-Dienst

Mit viel Social-Media-Getöse hat der Internetunternehmer den Start seines browserbasierten Megachats angekündigt. Wird er damit zum Skype-Killer?

von
pst
1 / 3
Diese Woche ist der neue Chat-Dienst von Kim Dotcom online gegangen. Derzeit befindet sich Megachat in der Beta-Phase. Dotcom will verschiedene Chat-Funktionen (Videotelefonie, Konferenzen, Text-Chat) schrittweise veröffentlichen.

Diese Woche ist der neue Chat-Dienst von Kim Dotcom online gegangen. Derzeit befindet sich Megachat in der Beta-Phase. Dotcom will verschiedene Chat-Funktionen (Videotelefonie, Konferenzen, Text-Chat) schrittweise veröffentlichen.

Keystone/AP/Richard Robinson
Dotcoms Chat setzt auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer. Anscheinend vertraut sogar Whistleblower Edward Snowden auf die Sicherheit von Megachat. Er hat sich bei einer Live-Show via Megachat zugeschaltet (siehe Logo im Snowden-Bild).

Dotcoms Chat setzt auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zum Schutz der Privatsphäre der Nutzer. Anscheinend vertraut sogar Whistleblower Edward Snowden auf die Sicherheit von Megachat. Er hat sich bei einer Live-Show via Megachat zugeschaltet (siehe Logo im Snowden-Bild).

Youtube
Mit seiner Firma Mega hat sich Kim Dotcom dem Schutz der Privatsphäre im Internet verschrieben. Er ist der Meinung, mit Megachat dem Konkurrenz-Dienst Skype das Grab schaufeln zu können.

Mit seiner Firma Mega hat sich Kim Dotcom dem Schutz der Privatsphäre im Internet verschrieben. Er ist der Meinung, mit Megachat dem Konkurrenz-Dienst Skype das Grab schaufeln zu können.

Mega

Kim Dotcoms neuste Waffe im Kampf um die Privatsphäre im Netz heisst Megachat. Der Online-Unternehmer hat jetzt die Betaversion seines neuen, browserbasierten Diensts Megachat gestartet. Ende letzten Jahres hatte Dotcom den Chat-Dienst angekündigt und auf Twitter bereits vollmundig den Niedergang von Skype proklamiert («bye bye Skype»). Mit Megachat tritt Dotcom in direkte Konkurrenz zu Microsoft (Skype) und Facetime (Apple).

Megachat richtet sich vor allem an Menschen, die Bedenken wegen Sicherheitslücken in anderen beliebten Messenger-Apps haben. Der Dotcom-Chat ist eine Web-basierende App, die von den Usern verlangt, dass sie ein Konto eröffnen, um sie nutzen zu können. Gemäss einem Tweet des Betreibers soll die Beta-Version von Megachat schrittweise veröffentlicht werden. In einer ersten Stufe ermöglicht der Dienst Video-Anrufe. Als Nächstes sollen Text-Chat- und Video-Konferenz-Funktionen folgen.

Dotcoms Angaben zufolge bietet der Chat Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, womit Megachat direkt den Microsoft-Chat Skype angreift. Der kam nämlich in Verruf, nachdem Berichte öffentlich wurden, nach denen Microsoft der NSA geholfen haben soll, Skype-Nutzer auszuspionieren.

Dass an den von Dotcom angepriesenen Sicherheitsstandards tatsächlich etwas dran ist, könnte die Tatsache belegen, dass NSA-Whistleblower Edward Snowden Megachat verwendet hat, um sich in der neuseeländischen Show «The Moment of Truth» («Der Moment der Wahrheit») zu äussern.

Dotcoms Tweets der letzten Tage zufolge soll Megachat bereits jetzt unglaublich erfolgreich sein – zumindest in den USA.

«The Moment of Truth» mit Kim Dotcom, Julian Assange und Edward Snowden. (Video: Youtube/VinnyEastwood)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.