14.03.2016 10:57

Insider «Kim Jong-un hat inkognito in Genf studiert»

Lee Young-guk war der Leibwächter von Kim Jong-il, dem Vater von Kim Jong-un. Dieser habe in Genf studiert, sagt er.

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Soll in Genf studiert haben: Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong-un.

Soll in Genf studiert haben: Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong-un.

Keystone/AP/Wong Maye-e

Lee Young-guk ist der ehemalige Leibwächter von Kim Jong-il, dem verstorbenen Herrscher von Nordkorea. Lee Young-guk ist nach Jahren in einem Arbeitslager auf der Flucht vor dem Regime und als Menschenrechtsaktivist in der ganzen Welt unterwegs.

In einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» sprach er über seine Arbeit als Leibwächter, seine Zeit im Arbeitslager – und auch über Kim Jong-un. Und enthüllte dabei, dass Kim Jong-un nicht nur in Bern, sondern auch in Genf zur Schule ging. «Was ich weiss, ist, dass Kim Jong-un auch an der Universität Genf studiert hat, selbstverständlich unter einer falschen Identität.»

Neun Jahre in der Schweiz

«Le Matin Dimanche» hatte bereits aufgedeckt, dass Kim Jong-un nicht nur zwei, sondern neun Jahre in der Schweiz verbracht hat. Dokumente im Bundesarchiv zeigen, dass er unter dem Pseudonym Pak Hun hier gelebt hat.

Über Kim Jong-un hat der Ex-Leibwächter Lee Young-guk im Interview nicht viel Gutes zu berichten: Er sei jung, unerfahren und nicht geeignet für das Amt. «Er ist aber nicht nur unberechenbar, sondern auch grausam. Kim Jong-un ist noch schlimmer als sein Vater Kim Jong-il.»

So habe er vor zwei Jahren den zweitwichtigsten Mann des Staates hinrichten lassen. «Ein solches Verbrechen hätte Kim Jong-il nie begangen.»

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