Die Augen des Regimes: Kim will Satelliten ins All schiessen
Aktualisiert

Die Augen des RegimesKim will Satelliten ins All schiessen

Wie ehrt man als nordkoreanischer Machthaber seinen Grossvater? Man platziert einen Beobachtungssatelliten im All. Genau das hat Kim Jong-Un vor.

Kim Jong-Un will seine Augen auch im All haben.

Kim Jong-Un will seine Augen auch im All haben.

Nordkorea hat für kommenden Monat den Start eines Satelliten ins All angekündigt. Die Trägerrakete soll zwischen dem 12. und 16. April in den Weltraum geschossen werden, wie die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Freitag meldete.

Der Start ist zur Ehren des verstorbenen Führers Kim Il-Sung gedacht, der in diesem Jahr einhundert Jahre alt geworden wäre. Kim Il-Sung wurde am 15. April 1912 geboren. Der Satellit habe rein friedliche Zwecke.

Kommt es zu dem Start der Unha-3-Rakete mit dem Beobachtungssatelliten Kwangmyongsong-3 im Gepäck, wäre dies eine Verletzung einer UNO-Resolution, die nach einem nordkoreanischen Raketenstart 2009 gefasst worden war.

Satellit oder Raketentest?

Damals hatte Pjöngjang angegeben, einen Satelliten ins All befördert zu haben, andere Staaten gingen von einem reinen Langstreckenraketentest aus und reagierten besorgt angesichts des Atomprogramms des Landes. Erst Ende Februar hatte Nordkorea im Streit um sein Atomprogramm eingelenkt und ein Atommoratorium erklärt.

Die Einigung könnte den Weg zur Wiederaufnahme der internationalen Gespräche über Nordkoreas Atomprogramm ebnen. Pjöngjang hatte die Verhandlungen im April 2009 abgebrochen und anschliessend zum zweiten Mal eine Atombombe getestet. (sda)

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