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NordkoreaKims Neffe ist nach Treffen mit CIA verschwunden

Nach einem Treffen mit dem US-Geheimdienst ist der Neffe des nordkoreanischen Diktators Jong-un verschwunden. Es wird vermutet, dass der 25-Jährige vor den nordkoreanischen Behörden geflohen ist.

von
Bianca Lüthy

Darum gehts

  • Der Neffe von Kim Jong-un ist verschwunden.

  • Er sei nach einem Treffen mit dem CIA nicht mehr gesichtet worden.

  • Der 25-Jährige soll versucht haben, ins Ausland zu fliehen, und wollte dort Asyl beantragen.

Der Neffe von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un, Kim Han-sol, ist nach einem Treffen mit dem US-Geheimdienst verschwunden. Zuletzt war er am Flughafen von Taipeh gesichtet worden.

Laut «Mirror» hatte Kim Han-sol Kontakt mit der Dissidentengruppe «Free Joseon». An die regimekritische Organisation soll sich der 25-Jährige das erste Mal 2017 gewendet haben, als sein Vater Kim Jong-nam, der Halbbruder von Kim Jong-un, am Flughafen von Kuala Lumpur mit einem Nervengift getötet wurde. Erneut nahm er 2020 Kontakt mit der Gruppe auf, als er bemerkte, dass Polizisten sein Haus beobachten.

Medienberichten zufolge wollte Kim Han-sol mit seiner Mutter und seiner Schwester nach Amsterdam fliehen, um dort Asyl zu beantragen. In Taipeh, der Hauptstadt Taiwans, angekommen, habe er sich am Flughafen mit Aktivisten von «Free Joseon» getroffen. Diese haben eigenen Angaben zufolge mit drei verschiedenen Ländern Asylanträge ausgehandelt. Als die Familie dann den Flug nach Amsterdam antreten wollte, habe man ihnen das Boarding verweigert. Stunden später hätten CIA-Agenten sie abgefangen, und seither fehle jede Spur von ihnen.

Wie die «New York Post» schreibt, würden er sowie seine Mutter und die Schwester von den Agenten des US-Geheimdienstes an einem geheimen Ort festgehalten. «Ich gehe davon aus, dass die Aktivistengruppe Han-sol an die CIA verloren haben», so Sue Mi Terry, ehemalige CIA-Agentin. Auf Anfrage der Zeitung wollte das CIA keine Auskunft geben.

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24 Kommentare
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Chef

24.11.2020, 17:03

Stimmt nicht, Kim hat sie eigenhändig wieder per Flugzeug nach Nordkorea zurück spediert, die CIA muss nur als Sündenbock herhalten.

Ferdinand

24.11.2020, 16:39

Wie ist denn das mit dem Völker- und Menschenrecht? Auf welcher Grundlage halten die USA einen Staatsfremden fest? Man stelle sich vor, Russland würde so agieren. Die Empörung wäre enorm

RattenCousin

24.11.2020, 16:17

Schlimm, nichtmal seinen eigenen Verwandten kann man trauen