Stadt Zürich: Kinder bei Zürcher Derby durch Pyros verletzt
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Stadt ZürichKinder bei Zürcher Derby durch Pyros verletzt

Beim Fussballderby zwischen FCZ und GC wurden am Samstag zwei Buben von Fackeln getroffen. Sie mussten ins Spital gebracht werden.

von
20M
In der FCZ-Südkurve wurden am Samstag rund 100 Fackeln abgebrannt. Zwei davon verletzten zwei 10-jährige Buben.

In der FCZ-Südkurve wurden am Samstag rund 100 Fackeln abgebrannt. Zwei davon verletzten zwei 10-jährige Buben.

Keystone/Georgios Kefalas

Anlässlich des Zürcher Fussballderbys wurden zu Spielbeginn um 19.00 Uhr in der Südkurve der FCZ-Anhänger rund 100 Pyros abgebrannt. Gemäss jetzigen Erkenntnissen hielten sich zu diesem Zeitpunkt zwei 10-jährige Knaben, in Begleitung eines Erwachsenen, zuoberst in der Kurve auf, wie die Stadtpolizei Zürich am Montag meldet.

Aus noch ungeklärten Gründen wurden die Buben von Fackeln getroffen und erlitten Verbrennungen an den Händen. In der Folge wurden sie durch die Begleitperson sofort zur Behandlung ins Spital gebracht. Einer der Buben musste vorsorglich über Nacht dort bleiben. Der zweite Knabe konnte nach ambulanter Versorgung das Spital wieder verlassen. Gemäss Auskunft der Ärzte dürften die beiden keine bleibenden Schäden davontragen. Die Stadtpolizei Zürich hat die Ermittlungen aufgenommen.

Beim FC Zürich verurteilt man den Vorfall, wie ein Sprecher auf Anfrage sagt: «Wir werden nun intern prüfen, wie es dazu gekommen ist.» Auf jeden Fall wünsche man den beiden Kindern gute Besserung und eine schnelle Genesung.

Muss man mit Kindern in die Südkurve?

Als unerfreulich bezeichnet auch ein FCZ-Fan das Unglück, der am Samstag ebenfalls vor Ort war: «Es stellt sich aber auch die Frage, ob man mit 10-jährigen Kindern in die Südkurve muss.» Gerade bei einem solchen Spiel würde ich auf jeden Fall darauf verzichten.

Er habe aus einer anderen Ecke des Stadions gesehen, wie bei solchen Spielen Pyros gezündet wurden: «Das sie herumgeworfen wurden, konnte ich aber nicht feststellen.» Pyros im Stadion seien zwar verboten, doch nicht mal strenge Eingangskontrollen können dies verhindern: «Es gibt immer Wege, diese ins Stadion zu schmuggeln.»

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