01.04.2019 13:46

ThailandKinder flüchten vor Mutter zu ihrem Schweizer Vater

Im Mai 2018 sind in Bangkok bei einem Sturz von einem Balkon zwei Kinder eines Schweizers gestorben. Zwei weitere wurden verletzt. Sie sind nun vor der Mutter geflüchtet.

von
vro
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In Thailand sind zwei Kinder 20 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt aufgegriffen worden. Sie waren vor der Mutter geflüchtet, berichten thailändische Medien.

In Thailand sind zwei Kinder 20 Kilometer von ihrem Zuhause entfernt aufgegriffen worden. Sie waren vor der Mutter geflüchtet, berichten thailändische Medien.

Das Ziel der beiden war das Zuhause ihres Schweizer Vaters, der von der Mutter getrennt lebt.

Das Ziel der beiden war das Zuhause ihres Schweizer Vaters, der von der Mutter getrennt lebt.

Sie gehörten zu den vier Kindern, die am 1. Mai 2018 in Bangkok vom Balkon im vierten Stock dieses Gebäudes gefallen waren. Ein fünfjähriger Bub starb damals.

Sie gehörten zu den vier Kindern, die am 1. Mai 2018 in Bangkok vom Balkon im vierten Stock dieses Gebäudes gefallen waren. Ein fünfjähriger Bub starb damals.

Screenshot Youtube

Es war eine tragische Nachricht, die Anfang Mai 2018 aus Bangkok kam: Vier Geschwister waren vom Balkon im vierten Stock eines Gebäudes in die Tiefe gestürzt. Ein fünfjähriger Bub starb, seine drei Geschwister wurden teils schwer verletzt. Eines davon, ein siebenjähriges Mädchen, starb wenig später ebenfalls. Die beiden anderen Geschwister erholten sich von ihren Verletzungen.

Der Vater der Kinder, ein Schweizer, der in Bangkok als Englischlehrer arbeitet, lebte von der Mutter getrennt. Die Eltern befanden sich in einem Sorgerechtsstreit. Die Mutter hatte dem Schweizer nicht erlaubt, die Kinder zu sehen. Der Grossvater stellte sich ebenfalls auf ihre Seite. Dennoch wollte der Schweizer um das Sorgerecht für die Kinder kämpfen. Er könne ihnen eine bessere Zukunft bieten, so sein Argument.

Mutter soll Kinder geschlagen haben

Das sehen offenbar auch sein mittlerweile elfjähriger Sohn und die zwölfjährige Tochter, die den Unfall überlebt haben, so. Am Freitag rannten sie vom Zuhause der Mutter fort, um sich auf die Suche nach ihrem Vater zu machen, schreibt «The Nation». Die beiden kamen 20 Kilometer weit, bevor sie sich verliefen und aufgegriffen wurden.

Gegenüber der Polizei gaben die beiden an, nicht mehr zur Mutter zurückkehren zu wollen. Sie würden von ihr beschimpft und geschlagen. Die Mutter dementiert diese Angaben. Die Kinder wurden nun in behördliche Obhut gegeben. Bei einer medizinischen Untersuchung seien keine Spuren physischer Gewalt festgestellt worden.

Hätten sie das Haus des Vaters erreicht, wären sie wohl vor verschlossener Tür gestanden. Denn der Schweizer ist derzeit nicht im Land, wie «The Nation» weiter berichtet. Er wolle seine Kinder am 8. April abholen.

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