Kinder-Handys: Untauglich für Pornos und Gewaltfilme
Aktualisiert

Kinder-Handys: Untauglich für Pornos und Gewaltfilme

Die grossen europäischen Mobilfunkanbieter wollen mit Hilfe technischer Codes Handys für Kinder sicherer machen. Aber auch der Missbrauch von Handykameras durch die Kinder soll erschwert werden.

Mit neuen technischen Massnahmen soll der Zugriff auf Gewalt- oder Pornofilme über das mobile Internet erschwert werden. Branchengrössen wie T-Mobile und Vodafone, aber auch Anbieter von Klingeltönen unterzeichneten am Dienstag in Brüssel eine entsprechende Vereinbarung. Bis zum kommenden Jahr wollen sie genaue Regeln zur Selbstkontrolle der Branche ausarbeiten.

EU-Medienkommissarin Viviane Reding sprach von einem wichtigen Schritt für den Schutz von Kindern. Die Kommission werde nun überwachen, dass die Zusage auch eingehalten wird.

Ziel ist es, mit Hilfe technischer Codes Handys für Kinder sicherer zu machen. Damit soll der Zugriff auf Gewalt- oder Pornofilme über das mobile Internet erschwert werden. Zugleich wollen die Firmen den Missbrauch von Handykameras für Gewaltvideos oder die Kontaktaufnahme durch Pädophile so schwierig wie möglich machen.

Die Unternehmen verwiesen aber darauf, dass sie den Eltern ihre Verantwortung für die Handy-Nutzung ihrer Kinder nicht abnehmen könnten.

In der Schweiz wurde eine solche Vereinbarung der Mobilfunkbetreiber bereits im Juni 2005 aufgegleist, wie der Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus am Westschweizer Radio (RSR) erklärte. Aufgrund der Vereinbarung verpflichteten sich die Unternehmen, Minderjährigen den Zugang zu Seiten oder Portalen mit verbotenem Inhalt zu verunmöglichen.

(sda)

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