Aktualisiert 01.09.2019 06:53

Zu wenig Hallenbäder

Kinder lernen in Lastwagen schwimmen

In der Schweiz gibt es zu wenig öffentliche Hallenbäder, weshalb Schulen nach Alternativen suchen. Im Kanton Wallis wurde nun ein Test durchgeführt.

von
chk
1 / 5
Acht Meter lang und zwei Meter breit ist das mobile Schwimmbad im Wallis. Foto: PD

Acht Meter lang und zwei Meter breit ist das mobile Schwimmbad im Wallis. Foto: PD

Der Lastwagen mit Bad fährt von einem Pausenhof zum nächsten.

Der Lastwagen mit Bad fährt von einem Pausenhof zum nächsten.

In vielen Kantonen gibt es zu wenig öffentliche Hallenbäder für den Schwimmunterricht.

In vielen Kantonen gibt es zu wenig öffentliche Hallenbäder für den Schwimmunterricht.

Keystone/Steffen Schmidt

In vielen Kantonen gibt es zu wenig öffentliche Hallenbäder für den Schwimmunterricht. Schulen müssen deshalb ausweichen: auf Freibäder, Seen oder Hotelpools. Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, haben im Kanton Wallis deswegen sogar 300 Schüler ein sogenanntes mobiles Bad getestet – ein Lastwagen mit eingebautem Wasserbecken.

Der blaue Lastwagen, in den ein acht Meter langes und zwei Meter breites Wasserbecken mit beweglichem Boden eingebaut ist, fährt für den Unterricht von einem Pausenhof zum nächsten.

Private Schwimmkurse sind beliebt

Mit der Umsetzung des Lehrplan 21 wird sich die Situation weiter verschärfen. «Genügend Schwimmunterricht anzubieten wird immer schwieriger», sagt Max Frei, Präsident des Schweizerischen Schwimmlehrerverbands. Wenn Schüler richtig schwimmen lernen wollen, müssen sie sich oft anders behelfen – beispielsweise mit privaten Schwimmkursen.

Diese haben in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt: «Die Nachfrage danach ist riesig, gewisse Schulen haben lange Wartelisten», sagt Frei.

Fehler gefunden?Jetzt melden.