Gwyneth Paltrow: «Kinder ruinieren die Beziehung» – so stärken Eltern ihre Partnerschaft

Kinder können eine Partnerschaft ruinieren, ist Schauspielerin Gwyneth Paltrow überzeugt. Paare können aber einiges tun, um ihre Beziehung zu stärken.

Kinder können eine Partnerschaft ruinieren, ist Schauspielerin Gwyneth Paltrow überzeugt. Paare können aber einiges tun, um ihre Beziehung zu stärken.

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Geständnis
«Kinder ruinieren die Beziehung» – so stärken Eltern ihre Partnerschaft

Gwyneth Paltrow erzählt in ihrem Podcast, wie die Beziehung leidet, wenn Kinder dazustossen. Und spricht damit vielen Eltern aus dem Herzen. Wir haben Tipps, was ihr für eure Partnerschaft tun könnt.

von
Michelle de Oliveira

Kinder machen das Lebensglück perfekt? Ganz im Gegenteil, sagt die US-amerikanische Schauspielerin, Unternehmerin und Influencerin Gwyneth Paltrow. In ihrem Goop-Podcast spricht die 50-Jährige mit Sängerin und Schauspielerin Katy Perry Klartext über das Leben als Eltern: «Es ist schwer für eine Beziehung», sagt sie. «Ich habe mir Studien über Eltern mit kleinen Kindern angesehen. Es ruiniert einfach die Beziehung.» Und weiter: «Es ist wirklich schwer!»

Paltrow war von 2003 bis 2014 mit dem Coldplay-Sänger Chris Martin verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Kinder, Tochter Apple und Sohn Moses. Paltrow und Martin blieben nach der Trennung befreundet und scheinen das Co-Parenting – das gemeinsame Erziehen der Kinder – im Griff zu haben.

Haben Kinder deine Beziehung ruiniert?

Im September 2018 heiratete Gwyneth den Drehbuchautoren Brad Falchuk, der seine beiden Kinder mit in die Ehe brachte. Seitdem ist sie also auch Stiefmutter.

Nicht mehr einsam dank Tochter

Trotz aller Herausforderungen, die das Leben als Mutter mit sich gebracht hat, erzählt Gwyneth im Podcast auch, wie sich ihr Leben nach der Geburt ihrer Tochter Apple positiv verändert hat: «Nachdem ich sie bekommen hatte, fühlte ich mich nie wieder einsam», sagte sie. «Und ich hatte mich in meinem Leben zutiefst einsam gefühlt.»

Kinder sind häufig ein Trennungsgrund

Tatsächlich weiss man, dass Kinder eine Belastungsprobe sind für Beziehungen. Schlafmangel, Stress, zu wenig Wertschätzung, fehlende Paar-Zeit: Statistiken zeigen, dass es in Partnerschaften in den ersten drei Jahren nach der Geburt eines Kindes oft stark kriselt. Etwa zwei Drittel der Paare erholen sich wieder, die anderen trennen sich.

Nicht nur ein Höhenflug: In den ersten drei Lebensjahren des Kindes ist die Belastung gross und Eltern trennen sich besonders häufig.

Nicht nur ein Höhenflug: In den ersten drei Lebensjahren des Kindes ist die Belastung gross und Eltern trennen sich besonders häufig.

Pexels/Dominika Roseclay

So weit muss es nicht kommen. Wir haben vier Tipps, wie ihr eure Beziehung stärken könnt.

1. Fokus auf sich selbst

Klar, ein so kleines Wesen fordert viel Aufmerksamkeit. Sich selbst dabei aber komplett zu vernachlässigen, bringt auf lange Sicht niemandem etwas. Darum: Feste Zeiten einplanen, in denen jeder Elternteil etwas für sich tun kann. Auch wenn das zu Beginn nur eine halbe Stunde ist: Diese 30 Minuten einhalten, einfordern und wann immer möglich etwas ausbauen. Diese Pufferzeiten erlauben es einem, zur Ruhe zu kommen und Energie zu tanken.

Einfach mal nichts tun: Pausen sind für beide Elternteile äusserst wichtig, auch wenn sie mit ganz kleinen Kindern nur kurz sind.

Einfach mal nichts tun: Pausen sind für beide Elternteile äusserst wichtig, auch wenn sie mit ganz kleinen Kindern nur kurz sind.

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2. Jour-fixe für die Beziehung

Viele kennen den Jour-fixe, ein kurzes Meeting, aus dem Arbeitsalltag. Warum nicht einen Jour-fixe für die Beziehung einführen? Wer will, kann das täglich tun, mindestens aber einmal wöchentlich wäre gut: Bei diesem Termin geht es darum zu besprechen, was gerade gut läuft, wo der Schuh drückt, was noch ansteht, wer was erledigen muss und, ganz wichtig, die Frage: Wie geht es dir? Und zwar nicht nebenbei zwischen zwei dreckigen Windeln gefragt, sondern ganz bewusst in einem ruhigen Moment.

3. Sex-Dates

Ja, es klingt unromantisch, sich Sex in den Terminkalender einzutragen und sich dann danach zu richten. Aber: Gerade bei frisch gebackenen Eltern kommt die körperliche Zweisamkeit oft zu kurz. Zum einen, weil da schon so ein kleines Wesen ständig auf einem klebt. Und zum anderen, weil viele Eltern gar keine Lust verspüren. Aber wer sich regelmässig bewusst Paar-Zeit nimmt, profitiert längerfristig davon und hält die Beziehung lebendig. Dabei muss es nicht immer Sex sein: Auch regelmässige, bewusste Kuschelzeit stärkt die Beziehung und macht sie stressresistenter.

Sex nach Terminkalender: Nicht unbedingt romantisch, aber auch nicht so schlimm, wie man sich das vielleicht vorstellt.

Sex nach Terminkalender: Nicht unbedingt romantisch, aber auch nicht so schlimm, wie man sich das vielleicht vorstellt.

Pexels/cottonbro studio 

4. Frühzeitig Hilfe holen

Wenn die Belastung Überhand nimmt, man sich nur noch ankeift und die Partnerin oder den Partner kaum noch erträgt: Hilfe holen! Und zwar lieber früh als spät. Beratungsstellen für Eltern, Psychologinnen oder ein Paartherapeut können dort Unterstützung bieten, wo man selbst nicht mehr weiter kommt. Gerade Paartherapien werden oft als letzte Massnahme ergriffen, dabei bergen sie viel Potential. Auch dann, wenn noch nicht zu viel Geschirr zerschlagen wurde und man noch nicht kurz vor der Trennung steht. 

Eine Paartherapie kann die Beziehung oft noch retten. Darum: Nicht zu lange warten und Hilfe holen. 

Eine Paartherapie kann die Beziehung oft noch retten. Darum: Nicht zu lange warten und Hilfe holen. 

Pexels/Timur Weber

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