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Kluge KöpfeKinder sind fleissige Helmträger

In der Schweiz tragen 70 Prozent der Kinder bis 14 Jahre beim Velofahren einen Helm. Letztes Jahr waren es noch bloss 50 Prozent gewesen. Trotzdem soll Helmtragen für die Jüngsten obligatorisch werden.

Kinder seien beim Velofahren einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt, weil ihre kognitiven und motorischen Fähigkeiten noch nicht voll entwickelt und sie im Verkehr noch ungeübt sind, heisst es in einer bfu-Medienmitteilung vom Dienstag. Daher sei es für sie besonders wichtig, einen Helm zu tragen.

Die bfu strebt eine noch höhere Tragquote bei Kindern an. Sie setzt sich deshalb für ein Velohelm-Obligatorium bis 14 Jahre ein.

Gesamttragquote stagniert bei 38 Prozent

Im Übrigen zeigt die repräsentative Zählung 2009 der bfu das gleiche Resultat wie im Vorjahr: 38 Prozent der Velofahrer tragen auf freiwilliger Basis einen Helm. Die Gesamttragquote stagniert seit 2007.

Bei den Erwachsenen setzt die bfu nach wie vor auf die Eigenverantwortung und auf die Freiwilligkeit des Helmtragens. Ein generelles Obligatorium könnte sich kontraproduktiv auswirken, weil die gesellschaftliche Akzeptanz insbesondere bei den Radfahrern selbst nicht gegeben sei, schreibt die bfu.

(sda)

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