Kinder-Soldaten in 13 Ländern
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Kinder-Soldaten in 13 Ländern

In 13 Ländern der Welt werden Kinder einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge nach wie vor von Streitkräften oder Rebellengruppen als Soldaten rekrutiert.

Die Lage von Kindern in Konflikt- und Kriegsgebieten sei weiterhin schlimm und völlig inakzeptabel, erklärte UN-Untergeneralsekretärin Radhika Coomaraswamy am Dienstag vor dem Sicherheitsrat in New York. In vielen Konfliktländern würden Kinder entführt, verstümmelt oder es komme zu systematischen Vergewaltigungen.

Der Sicherheitsrat hatte 2005 eine Gruppe zur Untersuchung des Themas eingesetzt, die am Dienstag ihren Bericht vorlegte. Coomaraswamy forderte vom Sicherheitsrat, entschieden gegen die Rekrutierung von Kindersoldaten vorzugehen. Auch der französische Aussenminister Bernard Kouchner, dessen Land die Untersuchung leitete, forderte zum Handeln auf: «Es gibt keine glaubhafte Abschreckung ohne Sanktionen». Hier stehe die Glaubwürdigkeit der Weltgemeinschaft auf dem Spiel. Dem Bericht zufolge rekrutieren 58 Gruppen in 13 Ländern Kindersoldaten, zum Beispiel in Afghanistan, Burma, Nepal, Somalia, Sudan, Kolumbien oder dem Kongo. (dapd)

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