Nach «Ehe für alle»: Kinder sollen mehr als zwei Eltern haben können

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Nach «Ehe für alle»Kinder sollen mehr als zwei Eltern haben können

Weil es nicht nur biologische Eltern gebe, fordert die LGBTQ-Bewegung nun «einen echten familienpolitischen Fortschritt».

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Auf die «Ehe für alle» soll die Mehrelternschaft folgen: Ein schwules Paar mit ihrem Kind. (Symbolbild)

Auf die «Ehe für alle» soll die Mehrelternschaft folgen: Ein schwules Paar mit ihrem Kind. (Symbolbild)

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Im Rahmen der bevorstehenden Revision des Abstammungsgesetzes möchte sich Pink Cross für die Mehrelternschaft stark machen. (Symbolbild)

Im Rahmen der bevorstehenden Revision des Abstammungsgesetzes möchte sich Pink Cross für die Mehrelternschaft stark machen. (Symbolbild)

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Das Gesetz «Ehe für alle» tritt am ersten Juli in Kraft.

Das Gesetz «Ehe für alle» tritt am ersten Juli in Kraft.

20min/Simon Glauser

Darum gehts

  • Nach der «Ehe für alle» fordert die LGBTQ-Bewegung nun den nächsten Schritt.

  • Sie setzt sich für die Mehrelternschaft ein.

  • «Dass es nicht nur die biologischen Eltern gibt, ist eine Tatsache», sagt Jan Müller von Pink Cross.

Am Freitag konnten in der Schweiz erstmals gleichgeschlechtliche Paare offiziell den Bund der Ehe eingehen. Nun fordert die LGBTQ-Bewegung die nächsten rechtlichen Anpassungen, um «einen echten familienpolitischen Fortschritt» zu erreichen.

Darunter auch die Möglichkeit, mehr als zwei Elternteile als rechtliche Eltern anzuerkennen. «Dass es nicht nur die biologischen Eltern gibt, ist eine Tatsache», sagt Jan Müller von Pink Cross, der Dachorganisation der schwulen und bisexuellen Männer in der Schweiz, gegenüber der «SonntagsZeitung». «Der Gesetzgeber muss dem gerecht werden, auch zum Wohle der Kinder.»

Als mögliche Konstellationen für eine Mehrelternschaft nennt er ein schwules und ein lesbisches Paar, die sich entscheiden, die Kinder gemeinsam grosszuziehen. Im Rahmen der bevorstehenden Revision des Abstammungsgesetzes möchte sich Pink Cross deshalb für die Mehrelternschaft stark machen.  

LGBTIQ: Hast du Fragen oder Probleme?

Hier findest du Hilfe:

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Du-bist-du.ch, Beratung und Information

InterAction, Beratung und Information für intergeschlechtliche Menschen, Tel. 079 104 81 69

Lilli.ch, Information und Verzeichnis von Beratungsstellen

Milchjugend, Übersicht von Jugendgruppen

Elternberatung, Tel. 058 261 61 61

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

(chk)

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