08.11.2019 16:31

Erdbeben im WallisKinder üben den Erdbeben-Ernstfall in der Schule

Die bebende Erde im Wallis bereitet den Einheimischen zusehends Sorgen. In Schulen wird jetzt der Ernstfall geübt, Kanton mahnt zur Wachsamkeit.

von
miw
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In der Nacht auf Samstag hat es im Wallis wieder gebebt, diesmal in der Nähe von Verbier.

In der Nacht auf Samstag hat es im Wallis wieder gebebt, diesmal in der Nähe von Verbier.

Seit Anfang November wird das Wallis von einer Erdbebenserie nördlich von Sitten heimgesucht.

Seit Anfang November wird das Wallis von einer Erdbebenserie nördlich von Sitten heimgesucht.

Bislang ist es zu über 100 Beben gekommen, darunter auch zu solchen, die für die Bevölkerung spürbar waren.

Bislang ist es zu über 100 Beben gekommen, darunter auch zu solchen, die für die Bevölkerung spürbar waren.

Screenshot: Schweizerischer Erdbebendienst

Im Wallis bebt seit Tagen die Erde. Erst vor wenigen Stunden wurde eine Erschütterung mit der Stärke 3,4 auf der Richterskala gemessen. Einheimische werden vom Rütteln geweckt, sie spüren, wie der Boden zittert. Dieser «aussergewöhnlich aktive Erdbebenschwarm» beunruhigt die Einheimischen. Besonders in und rund um Sitten, unweit südlich der Epizentren, macht man sich Sorgen: «Die Leute sind wegen der aktuellen Erdbeben schon etwas beunruhigt», sagt Sittens Gemeindepräsident Philippe Varone. Es sei schliesslich sehr ungewöhnlich, dass ihr Daheim von einer solchen Serie an Erdbeben erschüttert werde.

Schüler üben, sich zu schützen

«Die Leute stellen sich Fragen und informieren sich laufend», sagt Varone. Die Menschen würden sich stets über die Medien auf dem Laufenden handeln. Wer sehr beunruhigt ist, ruft so auch mal auf der Polizeiwache oder auf bei den lokalen Behören an. «Zum Glück mussten wir bislang aber noch keine Schadensmeldungen entgegennehmen», sagt ein Walliser Polizeisprecher.

Im Schulunterricht üben die Kinder derzeit auch den Ernstfall. «Die Schüler lernen, wie sie sich bei Erdbeben verhalten sollen», rapportiert Philippe Varone aus Sitten. Zum Beispiel lernen die Kinder, wie sie sich bei Beben Schutz unter einem stabilen Tisch suchen sollen. Dies, um sich vor herabfallenden Gegenständen zu schützen.

Infos vom Kanton

Die kantonale Behöre ist stets auch dran, sich für weitere, vielleicht gar stärkere Beben zu wappnen. Auf der Seite des Kantons steht so in Grossbuchstaben geschrieben: «Die Bevölkerung muss sich vorbereiten.» Es sei wichtig, dass sich jeder Einzelne bei einem Erdbeben richtig verhalte und so den Schutz seines Eigentums und den seiner Angehörigen gewährleisten könne. (Weitere Infos hier) Vor Ort wird die Lage von Spezialisten beobachtet; spezielle Massnahmen habe man derzeit aber noch nicht ergriffen.

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