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Kinder verursachen Chemieunfall

Nachdem Kinder in Göttingen den Inhalt einer Dose in eine Pfütze geworfen hatten, stiegen plötzlich giftige Dämpfe auf - 19 Kinder und Jugendliche sowie sieben Erwachsene mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Einige der Drei- bis 16-Jährigen hatten eine platt gefahrene Dose von der Strasse aufgesammelt und das darin enthaltene Pulver in eine Wasserpfütze geschüttet, wie die Polizei mitteilte. Bei dem Pulver handelte es sich um Polythanol, das als Ratten- und Mäusegift eingesetzt und bei Berührung mit Wasser zu einem giftigen Gasgemisch wird. Alle Betroffenen wurden allerdings am Donnerstagmorgen wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Einige Anwohner hatten über Atemwegprobleme geklagt, eines der Kinder litt nach Angaben der Polizei vorübergehend an Vergiftungserscheinungen. Unter den Betroffenen waren auch zwei Polizisten. Die Polizei hatte zunächst erklärt, das giftige Gasgemisch wirke möglicherweise erst mit Verzögerung, so dass sich der Zustand der Betroffenen noch verschlechtern könne. Wie die Dose mit der Chemikalie auf die Strasse gekommen sei, sei jedoch weiterhin unklar. Die Ermittlungen hierzu könnten noch länger dauern. (dapd)

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