Gefährliches Trottoir in Basel? Das sagt ihr

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Trottoir in Basel «Kinder werden heute wirklich verweichlicht»

In einem Brief bittet ein zwölfjähriges Kind aus Basel die Polizei, eine gefährliche Stelle auf seinem Schulweg zu entschärfen. 20-Minuten-Leser*innen sehen ebenfalls Handlungsbedarf.

von
Gabriela Graber
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Heikle Stelle: Autos vor der Tankstelle versperren das Trottoir an der Hauptstrasse. Eltern wollen nicht, dass ihre Kinder auf dem Schulweg dort allein durchlaufen.

Heikle Stelle: Autos vor der Tankstelle versperren das Trottoir an der Hauptstrasse. Eltern wollen nicht, dass ihre Kinder auf dem Schulweg dort allein durchlaufen.

20min/Steve Last
Die Autos ziehen von der Hauptstrasse über das Trottoir zur Tankstelle. Wenn es keinen Platz hat, werden sie auf dem Trottoir abgestellt.

Die Autos ziehen von der Hauptstrasse über das Trottoir zur Tankstelle. Wenn es keinen Platz hat, werden sie auf dem Trottoir abgestellt.

20min/Steve Last
Auf der kleinen Grünfläche ist schon ein Pfad ausgetrampelt, wo Fussgängerinnen und Fussgänger oft ausweichen müssen, weil es auf dem Asphalt kein Durchkommen gibt.

Auf der kleinen Grünfläche ist schon ein Pfad ausgetrampelt, wo Fussgängerinnen und Fussgänger oft ausweichen müssen, weil es auf dem Asphalt kein Durchkommen gibt.

20min/Steve Last

Darum gehts

  • In einem Brief wendet sich ein zwölfjähriges Kind aus Basel an die Polizei und bittet diese, eine gefährliche Stelle auf dem Schulweg zu entschärfen.

  • Der Polizei ist die Stelle bekannt, doch könne dort baulich nichts gemacht werden, so Polizeisprecher Stefan Schmitt. 

  • Während sich mehrere Leser*innen darüber empören, finden einige die Angst des Kindes für übertrieben. 

Vor einer Basler Tankstelle versperren regelmässig Autos das Trottoir – und so auch den Schulweg eines zwölfjährigen Kindes: «Weil das so gefährlich ist, dürfen meine Schwestern und andere Kinder aus der Siedlung nicht allein zur Schule», schreibt das Kind in einem Brief an die Basler Verkehrspolizei und bittet diese um Handlung. Auch eine Gruppe von Eltern hätte in der Vergangenheit bereits auf die «gefährliche Situation» hingewiesen, wie diese auf Anfrage von 20 Minuten sagt.

Der Verkehrsdienst beobachte und kontrolliere stetig, baulich könne aber nichts gemacht werden, sagt Polizeisprecher Stefan Schmitt. Ein «alternativer Schulweg, der die Sicherheitsanforderungen erfüllt», der von der Abteilung Verkehrsprävention und der Leitung des nahen Schulhauses ausgearbeitet wurde, werde in naher Zukunft an die Eltern kommuniziert, so Schmitt.

«Das Trottoir ist weder Fahrbahn noch Parkplatz!»

Viele 20-Minuten-Leser*innen ärgern sich über die Situation vor der Tankstelle. So etwa User Patgific: «Das Trottoir ist weder Fahrbahn noch Parkplatz! Warum duldet die Polizei solche Situationen?» User Bühri schreibt: «Muss denn immer zuerst etwas passieren, bevor gehandelt wird?» Jagenau123 sagt: «Genau deshalb werde ich nicht in der Stadt wohnen, wenn ich mal Kinder habe.»

«Man mutet den Kindern heutzutage auch nichts mehr zu. Auch sie müssen lernen, aufzupassen», findet dagegen User Miller100. Wie er hält auch HarriettePotter die Sorge des Kindes für übertrieben. Er selbst habe ab der zweiten Klasse ganz allein eine stark befahrene Strasse entlang gehen müssen, während seine Eltern arbeiteten oder Familienmitglieder betreuten. «Habs ohne Schaden überlebt, da ich wusste, wie ich mich verhalten sollte.»

«Je früher man lernt, mit solchen Situationen umzugehen, desto besser»

User Einhörnli ist ähnlicher Meinung: «Kinder werden heute wirklich verweichlicht. Je früher man lernt, mit solchen Situationen umzugehen, desto besser kann man es später im Leben.» Mit zwölf Jahren sei man kurz vor dem Übertritt in die Oberstufe – in einem Alter, in dem User Einhörnli von einem Kind erwartet, solche Situationen zu meistern.

Mehrere Leser*innen haben mögliche Verbesserungsvorschläge parat, etwa 7days: «Bei uns im Dorf wurden mehrere Stahlabsperrungen am Trottoirrand gemacht, damit nicht mehr aufs Trottoir gefahren wird.» «Es können Sensibilisierungstafeln oder Verkehrshütchen für die Autofahrer und Kinder aufgestellt werden», schreibt Leser71. User Marco_Kälin findet: «Man könnte schlicht und einfach zwei gelb–rot bemalte Pfosten so aufstellen, dass die Autos noch an die Tankstelle fahren, aber nicht mehr auf dem Trottoir parkieren können.» Damit würde wohl die Tankstelle weniger Kunden erhalten, aber das Trottoir dafür frei bleiben, so Marco.

Was sollte deines Erachtens an der Stelle unternommen werden? 

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