Aktualisiert 05.12.2019 08:06

GSoA tobt«Panzerausflug verschwendet Steuergeld»

Die Armee wollte mit vier Panzern Primarschüler in Hombrechtikon besuchen. Lewin Lempert, Sekretär der Gruppe Schweiz ohne Armee, findet die Aktion «völlig daneben».

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Ein Ausflug mit vier Panzern des Typs M113 stand am Donnerstag auf dem Programm für die Primarschüler der fünften Klasse in Hombrechtikon ZH.

Ein Ausflug mit vier Panzern des Typs M113 stand am Donnerstag auf dem Programm für die Primarschüler der fünften Klasse in Hombrechtikon ZH.

Keystone/Laurent Gillieron
Die «Mechanisierte Brigade Stabsbataillon 11» wollte mit Panzerfaust und Maschinengewehr vorbeikommen und die Schüler auf eine Rundfahrt in vier M113-Panzern mitnehmen.

Die «Mechanisierte Brigade Stabsbataillon 11» wollte mit Panzerfaust und Maschinengewehr vorbeikommen und die Schüler auf eine Rundfahrt in vier M113-Panzern mitnehmen.

Keystone/Gaetan Bally
Den Kindern des Schulhauses sollte so ein Einblick in das Wehrsystem gegeben werden. Organisiert hatte diese Klassenreise der Vater einer Schülerin, ein Major im Generalstab.

Den Kindern des Schulhauses sollte so ein Einblick in das Wehrsystem gegeben werden. Organisiert hatte diese Klassenreise der Vater einer Schülerin, ein Major im Generalstab.

Schulen Hombrechtikon

Herr Lempert*, was halten Sie vom Panzer-Ausflug?

Diese Aktion ist völlig daneben. Hier werden Steuergelder verschwendet. Auf der Primarstufe Kinder zu militarisieren, geht nicht. Wenn die Armee nichts besseres zu tun hat, als mit Panzern Primarschulen zu besuchen, müssen wir uns schon fragen, was ihr Sinn ist.

Was haben sie gegen die Armee in der Schule?

Eine solche Armee-Propaganda hat in der Schule nichts zu suchen – erst recht nicht, wenn der Zivildienst und die GSoA keinen Raum erhalten. Dass die Schulleitung so etwas bewilligt, ist völlig daneben.

Die Armee ist Teil der Schweiz. Was spricht dagegen, sie zu präsentieren?

In der Schule geht es darum, dass Kinder etwas fürs Leben lernen. Sie sollen auch lernen, Konflikte mit Worten zu lösen – und nicht mit Gewalt.

Lewin Lempert ist Sekretär der GSoA. (Bild: Keystone)

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