Kinderbuchautor begeht Selbstmord
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Kinderbuchautor begeht Selbstmord

Er schrieb das Buch «101 Dinge, die man getan haben sollte, bevor das Leben vorbei ist». Jetzt beging der britische Kinderbuchautor Richard Horne mit seiner todkranken Ehefrau Selbstmord.

Die Leichen des 46-Jährigen und seiner 39 Jahre alten Ehefrau Amanda wurden in ihrem Haus auf der Shetland-Insel Burra gefunden, wie die Tageszeitung «The Guardian» am Freitag berichtete. Vermutet wird, dass das Paar gemeinsam Selbstmord beging. Die Frau litt an Multipler Sklerose. Auf der kleinen Insel im Norden von Schottland hatte das Paar die letzten Jahre sehr zurückgezogen gelebt.

Sein auch auf Deutsch erschienenes Jugendbuch «101 Things to Do Before You Die» hatte Kultstatus. In dem mit witzigen Anleitungsgrafiken und Checklisten illustrierten Werk empfahl er unter anderem das Verfassen eines Bestsellers, Melken einer Kuh, Schwimmen unter Haien und auf ungewöhnliche Art Heiraten.

Unter dem Pseudonym Harry Horse veröffentlichte Horne ausserdem zahlreiche Kinderbücher, die auch ins Deutsche übersetzt wurden. «Post aus dem Land der Weissen Bären» wurde auch als Zeichentrickfilm verfilmt. In dem Buch geht es darum, wie Kinder mit dem Verlust von Angehörigen umgehen können.

Ausserdem war Horne für mehrere britische Tageszeitungen als Karikaturist tätig. (sda)

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