Grippewelle: Kinderklinik forderte Verstärkung an
Aktualisiert

GrippewelleKinderklinik forderte Verstärkung an

Der Kindernotfall im Inselspital ist wegen der Grippewelle total überlastet. Jetzt soll zusätzliches Personal den gestressten Ärzten unter die Arme greifen.

von
Nina Jecker

Die grassierende Grippewelle hält das Team des Kindernotfalldienstes im Berner Inselspital zurzeit schwer auf Trab. Am Sonntag wurde mit 115 behandelten Kindern gar der Saisonrekord erreicht. «Normalerweise haben wir an einem Wochenendtag 40 bis 50 Patienten», sagt Richard Kraemer, Chefarzt für Kinderheilkunde. Wegen des momentan fast verdreifachten Ansturms schiebt das Personal Überstunden und die kleinen Patienten müssen lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Eine Entschärfung der Situation ist vorerst nicht in Sicht: «Wir erwarten einen weiteren Anstieg der Grippe-Erkrankungen», sagt Jean-Louis Zurcher vom Bundesamt für Gesundheit (BAG). Auch Chefarzt Kraemer rechnet sicher noch mit drei bis vier stressigen Wochenenden.

So bald wie möglich sollen deshalb ein zusätzlicher Oberarzt und zwei neue Pflegende das Team der Kinderklinik unterstützen. In der Zwischenzeit können auch die Eltern helfen, den Spitalbetrieb zu entlasten: «Anstatt gleich zu uns zu kommen, sollten sie zuerst den Kinderarzt, regionale Notfalldienste oder unsere Hotline 0900 632 927 kontaktieren», so Kraemer.

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