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Kinderporno-Skandal in Italien

Die italienische Polizei hat laut Medienberichten einen Kinderpornoring mit fast 200 Verdächtigen ausgehoben, darunter waren auch drei Pfarrer.

Die Gruppe lud Bilder und Filme mit vier- bis achtjährigen Kindern von einer Web-Site herunter, die nur über ein 15-stelliges Password und für neun Tage zugänglich war, wie die Nachrichtenagenturen ANSA und Apcom am Dienstag berichteten.

In 16 der 20 italienischen Provinzen seien Wohnungen und Büros durchsucht worden, hiess es. Unter den Verdächtigen sind den Angaben zufolge auch ein Bürgermeister, ein Polizist und ein Sozialarbeiter. Die Polizei bestätigte die Berichte unter Hinweis auf laufende Ermittlungen zunächst nicht.

Bei ihren Razzien beschlagnahmten die Beamten Pornofilme mit Kindern, die auf den Computern der drei Pfarrer gespeichert waren. Auch wurden selbst gedrehte Videos sicher gestellt, mit Hilfe derer die gefilmten Kinder identifiziert werden sollen, berichtete ANSA. Um die Web-Adresse geheim zu halten, war sie nicht mit einer Index-Seite versehen. Sie war zwar über einen italienischen Server abrufbar, der Hinweis auf die Seiten sei jedoch auf einer Homepage aus einem «östlichen Land» versteckt gewesen, hiess es in den Berichten. (dapd)

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