Kinderporno-Skandal: US-Polizei nimmt 9 Personen fest
Aktualisiert

Kinderporno-Skandal: US-Polizei nimmt 9 Personen fest

Der Skandal um einen von Weissrussland aus betriebenen Kinderporno-Ring im Internet zieht immer weitere Kreise.

Neun Personen, darunter Lehrer, Kinderpsychologen und ein Diakon wurden im US-Bundesstaat New Jersey festgenommen.

Damit sei die Zahl der bereits in zwölf Ländern festgenommenen Personen inzwischen auf insgesamt 1000 gestiegen, teilte das US-Justizministerium am Dienstag in Washington mit.

Zu den genannten Ländern gehören ausser den USA unter anderem Australien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Grossbritannien, Norwegen, Spanien, Schweden, die Schweiz sowie Hongkong.

Nach Angaben der US-Behörden ist die Polizei in der Schweiz den Konsumenten von Kinderpornografie über Kreditkarten auf die Spur gekommen.

In der Aktion gegen Kinderpornografie im Internet unter dem Namen «Falcon» führte die Polizei im September in der Schweiz rund 400 Hausdurchsuchungen durch. Sie stellte umfangreiches Material sicher. Gegen rund 400 Personen laufen Strafverfahren, unter anderem wegen Besitzes von kinderpornografischem Material.

Acht Männer in der Schweiz stünden im Verdacht, sexuelle Handlungen an Kindern vorgenommen zu haben, sagte Guido Balmer, Sprecher im Bundesamt für Polizei (fedpol), gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

In dem weissrussischen Kinderporno-Skandal haben vier Australier am Wochenende mit Autoabgasen Selbstmord begangen. Nach Angaben der Polizei vom Samstag gehörten die vier Männer zu insgesamt 200 in den Skandal verwickelten Personen in Australien.

(sda)

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