Vor Gericht: Kinderschänder arbeitete in regionalem Schwimmbad
Aktualisiert

Vor GerichtKinderschänder arbeitete in regionalem Schwimmbad

Seit Dienstag steht ein Kinderschänder vor dem Strafgericht. Trotzdem arbeitete er noch letzten Sommer in einem Gartenbad in der Region als Aushilfe.

von
Jonas Hoskyn

Das Schwimmbad war immer einer der Lieblingsorte von Ronald F.* Seit Jahren verbringt der heute 44-jährige IV-Rentner seine Freizeit dort. Und im Gartenbad knüpfte F. auch die ersten Kontakte mit seinen späteren Opfern. Drei Knaben zwischen 12 und 14 Jahren soll er in den 90er-Jahren sexuell missbraucht haben, einen von ihnen regelmässig über mehrere Jahre hinweg. Als die Sache einige Jahre später herauskam, fand die Polizei bei der Hausdurchsuchung bei F. zudem grosse Mengen an Kinderpornos.

Auch letzten Sommer war F. wieder oft im Gartenbad: «Ich habe da einige Aushilfsjobs erledigt», so F. gestern vor Gericht. Ein Problem sei das für ihn nicht, er habe momentan keine pädophilen Gefühle mehr. Baden gehe er nicht mehr, «auch sonst halte ich Distanz zu Kindern», so F. Der Schwimmbadbetreiber bestätigte gestern auf Anfrage, dass der Angeklagte im Schwimmbad kleinere Arbeiten erledigt hatte. Er habe vom Verfahren gewusst, allerdings nichts Genaueres. «Wenn der Mann eine Gefahr wäre, müsste uns doch eine Behörde informieren», so der Schwimmbadleiter.

*Name geändert

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